Donald Trump räumt ein: Russland hat sich in die US-Wahl 2016 eingemischt

18. Juli 2018 - 7:29 Uhr

Nach heftiger Kritik zum Gipfel mit Wladimir Putin in Helsinki

Donald Trump knickt unter heftiger Kritik ein. Kein "Fake News"-Gezeter, keine Vorwürfe in die eigenen Regierungsreihen mehr. Der US-Präsident räumte im Weißen Haus ein, dass Russland sich in die US-Wahl 2016 eingemischt hat. Er akzeptiere entsprechende US-Geheimdienstinformationen, sagte Trump in Washington. Weiter gab der 72-Jährige zu Protokoll, dass er sich bei der Pressekonferenz mit Russlands Präsident Wladimir Putin falsch ausgedrückt - und das genaue Gegenteil gemeint habe.

Wladimir Putins Dementi doch nicht so "extrem stark und kraftvoll"?

Noch am Montag hatte Trump beim Gipfel mit Putin in Helsinki gesagt, er sehe "keinen Grund", warum Russland sich in die Wahlen eingemischt haben sollte. Trump hatte das Dementi Putins dabei als "extrem stark und kraftvoll" bezeichnet. Damit hatte der US-Präsident seine eigenen Geheimdienste und Ermittlungsbehörden vor den Kopf gestoßen. Diese halten die russische Einmischung für erwiesen. Trump hatte heftige Kritik einstecken müssen.

Der 72-Jährige hatte den Russland-Ermittlungen des Justizministeriums eine Mitschuld am schlechten Verhältnis zu Russland gegeben. Als "Hexenjagd" betitelte er die Ermittlungen zur Russland-Affäre. Trumps Treffen mit Putin in Helsinki hatte zwar keine konkreten Fortschritte in den zentralen Streitthemen gebracht. Es war aber von Harmonie geprägt: Beide Staatschefs erklärten ihren Willen zu einer engeren Zusammenarbeit.

Arnold Schwarzenegger, besonders harscher Trump-Kritiker

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Einmischung ja, Einfluss auf den Wahlausgang nein

Wahlsieger Trump sagte am Dienstag, die Einmischung habe keinen Einfluss auf den Ausgang der Präsidentenwahl gehabt. Er betonte, es habe keine geheimen Absprachen bei der Wahl gegeben. Der US-Präsident sagte zu, dass die Regierung alles dafür unternehmen werde, dass sich eine Einmischung bei den Zwischenwahlen zum US-Kongress im November nicht wiederholen werde. Er habe volles Vertrauen in die US-Geheimdienste und unterstütze sie.