Medienbericht aus den USA:

Donald Trump für Friedensnobelpreis nominiert

Für die Friedensvermittlung zwischen Israel und den Vereinigten Arabsichen Emiraten soll US-Präsident Donald Trump für den Friedensnobelpreis nominiert worden sein.
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10. September 2020 - 11:16 Uhr

Nobelpreis für Vermittlung zwischen Israel und den Emiraten

Für die Friedensvermittlung zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten soll US-Präsident Donald Trump für den Friedensnobelpreis nominiert worden sein. Das berichtet der US-Sender "Fox News", der als Trump-nah gilt. Damit ist der 74-Jährige zum fünften Mal im Rennen um die wichtigste politische Auszeichnung der Welt.

Trump, der Friedensstifter

Die Nominierung Trumps sei von Christian Tybring-Gjedde, einem Mitglied des norwegischen Parlaments, eingereicht worden, berichtet der Sender. Der Politiker der rechten Partei "Fremskrittspartiet" lobte den US-Präsidenten für seine Bemühungen zur Lösung langwieriger Konflikte weltweit. Trump habe mehr als andere versucht, Frieden zwischen den Nationen zu stiften, sagt er.

Laut "Fox News" heißt es in der Nominierung unter anderem, Trump habe eine Schlüsselrolle beim Aufbau der Beziehungen zwischen Israel und den Emiraten gespielt. Das geschlossene Abkommen könnte den Nahen Osten in eine Region der Zusammenarbeit und des Wohlstands verwandeln, so Tybring-Gjedde.

In dem Brief betont der norwegische Politiker – der mit seinen kontroversen Äußerungen über Migranten un Multikulturalismus des Öfteren für Kritik sorgt – auch die bedeutende Rolle Trumps in der Vermittlung zwischen Pakistan und Indien, Nord- und Südkoreas sowie Serbien und Kosovo.

Israel und Emirate wollen Abkommen im Weißen Haus unterzeichnen

Israel und die Emirate hatten Mitte August die Aufnahme diplomatischer Kontakte angekündigt. Die Emirate wären nach Ägypten und Jordanien das dritte arabische Land, das diplomatische Beziehungen zu Israel unterhält. Im Gegenzug will Israel die geplante Annektierung von Gebieten im besetzten Westjordanland aussetzen, das die Palästinenser für einen eigenen Staat beanspruchen. Die USA hatten zwischen den beiden Staaten vermittelt.

Wie ein ranghoher Mitarbeiter des Weißen Hauses am Dienstag erklärte, wollen Israel und die Emirate am kommenden Dienstag ein Abkommen zur Normalisierung ihrer Beziehungen in Washington unterzeichnen. Trump erwarte für den "historischen" Anlass Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und den Außenminister der Emirate, Abdullah bin Said, im Weißen Haus.

Trump zum fünften Mal für Nobelpreis nominiert

Einem Medienbericht zufolge soll der US-Präsident bereits 2019 von Japans Ministerpräsident Shinzo Abe für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden sein. Damals für seine Vermittlungsbemühungen zwischen Nord- und Südkorea. Trump erklärte, er würde den Nobelpreis "für viele Sachen" bekommen - "wenn man sie fair vergeben würde, was nicht der Fall ist". Trumps Vorgänger Barack Obama war bereits zu Beginn seiner Amtszeit mit einem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. "Sie haben ihn Obama gegeben. Er wusste nicht einmal, wofür er ihn bekommen hat", so Trump.

Insgesamt es ist die fünfte Nominierung des Republikaners. Das erste Mal wurde er 2016 für den Preis nominiert. Wer ihn damals vorgeschlagen hat, ist nicht bekannt. Weitere Nominierungen folgten 2017 und 2018