Donald Trump droht Migranten mit Gewalt: Im Notfall werde auch geschossen

02. November 2018 - 7:57 Uhr

Trump: Seine Soldaten sollen die Steine als Gewehre ansehen

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass US-Soldaten im Notfall auf die Migranten an der mexikanischen Grenze schießen werden, sollten sie mit Steinen werfen. Er habe den Soldaten gesagt, sie sollten Steine als Gewehre ansehen, sagte Trump in Washington.

Donald Trump will das Asylgesetz verschärfen

"Wenn die Steine auf unser Militär schmeißen, schlägt es zurück. Wir bewerten das wie einen Angriff mit einem Gewehr", sagte Trump. Damit bezieht er sich auf die rund 7.000 Migranten aus Mittelamerika, die auf dem Fußmarsch durch Mexiko in Richtung USA sind. Diese hätten auch mexikanische Polizisten mit Steinen beworfen. Das werde man nicht hinnehmen, sagte der US-Präsident.

Trump kündigte zudem für die kommende Woche einen Erlass an, mit dem das Asylrecht der USA verschärft werden soll. Demnach sollen Flüchtlinge nur dann Asyl beantragen dürfen, wenn sie über einen offiziellen Grenzposten eingereist sind. Details dazu nannte Trump zunächst nicht. Kritiker bewerten den Vorstoß als Versuch, vor den anstehenden Kongresswahlen noch Stimmen zu sammeln.

Trump: Wenn die Migranten Schutz suchen, dann sollen sie in Mexiko bleiben

Seit knapp drei Wochen sind tausende Menschen aus Honduras und Guatemala in mehreren Gruppen auf dem Weg zur mexikanisch-amerikanischen Grenze. Derzeit befinden sie sich im südlichen Mexiko. Sie sind auf der Flucht vor Gewalt und Armut in ihren Heimatländern. Trump hat das Pentagon angewiesen, mehrere tausend US-Soldaten an die Grenze zu schicken. Er will ihre Einreise verhindern.

Am Donnerstag sagte Trump, dass die Menschen offensichtlich keine legitimen Gründe hätten, Asyl zu beantragen, weil sie ein Angebot der mexikanischen Regierung auf Asyl ausgeschlagen hätten. "Sie suchen keinen Schutz, denn wenn sie das täten, könnten sie den von Mexiko bekommen", erklärte er. "Mexiko hat eingewilligt, sie aufzunehmen, und sie ermutigt, zu bleiben, aber sie wollen nicht bleiben, sie wollen in die USA kommen. Es geht also nicht länger um Sicherheit - und beim Asyl geht es um Sicherheit."