Rede bei Wahlkampf

Donald Trump beschimpft getöteten General Soleimani als "Hurensohn"

US-Präsident Trump: Bei einer Wahlkampfrede beschimpft er den getöteten iranischen Militär Soleimani als "Hurensohn".
© dpa, Jeffrey Phelps, JP pat

15. Januar 2020 - 15:18 Uhr

Trump beleidigt mit derben Worten

"Hurensohn" - diese Worte erwartet man vielleicht in einem Streit in einer Kneipe oder während einer Schulhof-Rangelei - aber in der Politik? Donald Trump belehrt uns eines Besseren...

Trump: "Er hätte schon vor 20 Jahren getötet werden sollen"

Mit diesen derben Worten hat US-Präsident Donald Trump den iranischen Militärstrategen Ghassem Soleimani beleidigt, der vom US-Militär gezielt mit einem Luftangriff getötet worden ist. Über den ranghohen General sagte er bei einem Wahlkampfauftritt, viele Menschen hätten infolge der von Soleimani veranlassten Gewalttaten Gliedmaßen verloren. Sie hätten nun "keine Beine und keine Arme mehr wegen dieses Hurensohns", sagte Trump in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin. "Er hätte schon vor 20 Jahren getötet werden sollen."

Soleimani wird im Iran von vielen Menschen als Märtyrer verehrt, die Trauerfeiern zu seinen Ehren zogen Millionen auf die Straßen der Islamischen Republik.

Soleimani wurde Anfang Januar getötet

Das US-Militär hatte den Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Brigaden Anfang Januar mit einem Drohnenangriff in der irakischen Hauptstadt Bagdad getötet. Der Iran antwortete mit einem Vergeltungsangriff auf Militärstützpunkte im Irak, die vom US-Militär genutzt werden.

Die Regierung in Washington begründete die Tötung Soleimanis mit drohenden Attacken auf amerikanische Bürger und Einrichtungen, die der General geplant haben soll. Über die Stichhaltigkeit der hierfür angeblich vorliegenden Beweise - öffentlich wurden bislang keine präsentiert - wird nicht nur in den USA hitzig debattiert.