Mehr Badeunfälle durch Corona befürchtet

DLRG warnt vor Baden in Flüssen und Seen

07. Juli 2020 - 19:02 Uhr

„Schwimmen ist eine Lebensversicherung und ein hohes Kulturgut“

Mehr Badetote als in den vergangenen Jahren befürchtet die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) für diesen Sommer. "Insgesamt haben wir Angst davor, dass die Schwimmfertigkeit noch weiter nachlässt", sagte DLRG-Sprecher Achim Wiese. Neben den bekannten Problemen wie einer sinkenden Zahl von Schwimmbädern und langen Wartezeiten für Schwimmkurse komme in diesem Jahr die Corona-Pandemie dazu. Wie gefährlich das Schwimmen in Flüssen und Seen sein kann – in unserem Video.

"Seepferdchen ist kein Schwimmabzeichen“

Schwimmkurs für Kinder
Eltern sollten gerade in der Zeit kurz nach dem Seepferdchen-Abzeichen ihren Nachwuchs im Wasser betreuen. Foto: Franziska Kraufmann
© deutsche presse agentur

Schwimmbäder seien wochenlang geschlossen gewesen, Schwimmkurse seien deshalb ausgefallen, so der Sprecher. Menschen müssten nun noch länger auf einen Kurs warten. Jetzt besteht die Gefahr, dass Menschen wegen der coronabedingten Einlassbeschränkungen in Bädern auf unbewachte Badestellen ausweichen.

Das könne gefährlich sein. Wiese appellierte an die Menschen, nur dort zu baden, wo es eine Aufsicht gibt. Eltern forderte er auf, im Wasser nah bei ihren Kindern zu bleiben, solange diese nicht sicher schwimmen können. "Seepferdchen ist kein Schwimmabzeichen", sagte er. "Es ist lediglich ein Motivationsabzeichen, um das Schwimmen zu lernen." Letzteres zu beherrschen sei enorm wichtig. "Schwimmen ist eine Lebensversicherung und ein hohes Kulturgut."

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