Direkt neben einem Spielplatz: Spaziergänger finden zwei Meter lange Würgeschlange

Diese Boa Constrictor wurde in Witten in der Nähe eines Spielplatzes gefunden.
Diese Boa Constrictor wurde in Witten in der Nähe eines Spielplatzes gefunden.
© dpa, lof

02. Juli 2017 - 16:06 Uhr

Spaziergänger entdeckten das Tier auf einem Waldweg

Eigentlich sollte es ein gemütlicher Abend-Spaziergang werden. Doch dann stießen Passanten in Witten plötzlich auf ein Tier, das in deutschen Wäldern gar nichts zu suchen hat: eine riesige Schlange. Das Reptil war etwa zwei Meter lang und schlängelte sich über einen Waldweg.

Vermutlich dort ausgesetzt

Die Finder riefen sofort den Notruf, denn ganz in der Nähe befand sich ein Spielplatz. Die Wittener Feuerwehr rückte aus und fing die Schlange ein. Da die Einsatzkräfte nicht wussten, ob das Tier möglicherweise giftig war, schickten sie ein Foto an einen Schlangenexperten. Von dem kam dann relativ schnell Entwarnung: Es handelte sich um eine ungiftige Boa Constrictor, auch Abgottschlange genannt.

"Wir gehen davon aus, dass die Schlange ausgesetzt wurde", sagte ein Feuerwehsprecher. Das ist vermutlich ganz in der Nähe gewesen, denn in der freien Wildbahn bewegen sich die Schlangen in einem relativ kleinen Radius.

Ungiftig, aber nicht ganz ungefährlich

Obwohl eine Boa Constrictor nicht giftig ist, sollte man sich ihr nur mit Vorsicht nähern. Die Würgeschlangen kommen normalerweise in Südamerika vor und machen Jagd auf kleine Säugetiere, wie Ratten oder Kaninchen, aber auch vor kleinen Kaimanen schrecken die Tiere nicht zurück. Prinzipiell sehen sie jedes Tier als Beute, das sie von der Größe her bewältigen können. Die Schlangen packen ihre Opfer blitzschnell und winden sich um deren Körper. Dann drücken die muskulösen Tiere sich so lange zusammen, bis die Beute kollabiert. Wenn sich die Schlange angegriffen fühlt, ist mit ihr nicht zu spaßen.

Die Boa Constrictor aus Witten musste auf der Feuerwehrwache in einer großen Tonne im Heizungsraum übernachten. Nach der ganzen Aufregung gibt es aber auch für sie ein Happy End. Am nächsten Morgen wurde sie von einem Schlangenexperten abgeholt, bei dem sie nun optimal versorgt wird.