Diese Beispiele machen Mut

Digitales Klassenzimmer in der Corona-Krise: So kreativ sind Kitas und Schulen in Deutschland

20. März 2020 - 16:37 Uhr

Mit den Kindern regelmäßig in Kontakt bleiben

Wochenlang schließen die Schulen und Kindergärten, damit das Coronavirus eingedämmt werden kann. Aber wie sollen Schüler jetzt lernen und was machen eigentlich Lehrer und Erzieher? Wir stellen im Video zwei Beispiele vor, wie Kitas und Schulen mit den Kindern regelmäßig in Kontakt bleiben. Wie zum Beispiel in der Kita Zauberwind in Hüffelsheim in Rheinland-Pfalz. Hier wird sogar Salzteig zubereitet und per Video übertragen. Erste Schritte ins digitale Klassenzimmer, die Mut machen.

+++ Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie jederzeit in unserem Live-Ticker auf RTL.de +++

Schulunterricht auf "Twitch" - wenn der Lehrer zum Streamer wird

Die Praxis in Deutschland zeigt: Jetzt ist die Kreativität jeder einzelnen Erzieherin oder jedes einzelnen Erziehers, jeder Lehrerin oder jedes Lehrers gefragt. Große Konzepte gibt es, allerdings nur auf dem Papier. Deutschlands Klassenzimmer sind noch nicht digital. Umso mehr ist jetzt Pioniergeist gefragt.

So wie bei Martin Horst. Der Vater von zwei Kindern hat eine Lernplattform programmiert - und damit ins Schwarze getroffen: Viele Pädagogen haben sich bei ihm bereits gemeldet, wollen bei der Lernplattform mit dem Namen DISCO (digital school of knowledge) mitmachen. In zwei Wochen soll DISCO online gehen.

Technisch bewanderte Lehrer weichen auf bereits bestehende Onlineplattformen aus und nutzen sie für ihren Bedarf. Beliebt ist zum Beispiel der vor allem von Gamern genutzte Live-Streaming-Dienst "Twitch". Hier findet so manche Unterrichtsstunde in geschlossenen Kanälen in Echtzeit statt, Schüler können während des Unterrichts sogar Fragen stellen und erhalten sofort vom Lehrer eine Antwort. So mancher Schüler kommt dabei sogar besser mit als in einer knallvollen Schulklasse.

Alternative Lernplattformen wie "Scoyo" nutzen

Für die Eltern bedeutet schulfrei ohne Ferien allerdings eine mehrfache Belastung. Sie müssen den Alltag ihrer Kinder in den eigenen vier Wänden straff organisieren. Erschwerend kommt nämlich dazu, dass viele Erwachsene gerade in dieser Zeit selbst zu Hause arbeiten müssen - Stichwort Homeoffice. Nebenbei müssen sie dafür sorgen, dass die Kinder zu Hause ihre Arbeitsblätter bearbeiten. Denn viele Schulen fühlen sich bereits "digital", wenn sie die üblichen Arbeitsblätter per E-Mail an die Eltern oder Schüler verschicken.

Wie Eltern ihre Kinder auch in Corona-Zeiten zum Lernen bringen können, haben wir in einem Spezial-Artikel zusammengefasst.

Reagiert haben auch Kindersender wie Super RTL und ihr Programm umgestellt: So gibt es jetzt am Vormittag vermehrt Wissenssendungen für Kinder. Da können Mama und Papa ohne schlechtes Gewissen ihre Kids gucken lassen.

Und wer sich außerhalb des eigenen Schulangebots umsehen möchte: Die Lernplattform "Scoyo" bietet unterschiedliche Lernprogramme für alle Altersgruppen und Schulfächer an und stellt ihr Angebot für die kommenden zwei Wochen sogar kostenlos zur Verfügung. So sollen die Schulkinder trotz Schulausfall weiterlernen können.

Hier stellen wir Ihnen Lern-Apps vor, mit denen sich Kinder zu Hause beschäftigen können.