Hoffenheims Mäzen bezieht Stellung

Dietmar Hopp: "Wenn ich wüsste, was diese Idioten wollen"

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstand (Vors.) FC Bayern Muenchen AG, Dietmar Hopp, am Spiefeldrand, TSG 1899 Hoffenheim vs. FC
Karl-Heinz Rummenigge, Vorstand (Vors.) FC Bayern Muenchen AG, Dietmar Hopp, am Spiefeldrand, TSG 1899 Hoffenheim vs. FC
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01. März 2020 - 13:04 Uhr

Hopp will weiter in sein Stadion gehen

Dietmar Hopp plant keine persönlichen Konsequenzen nach dem Eklat beim 0:6 von TSG Hoffenheim gegen den FC Bayern. Der Club-Mäzen hofft stattdessen auf Maßnahmen gegen die Hetze. "Warum soll ich nicht mehr in mein Stadion gehen? Die Personen, die das anrichten, müssen dann halt wegbleiben", sagte Hopp bei Sport1: "Ich warte jetzt gespannt ab, wie das jetzt alles ins Rollen kommt."

"Das erinnert an ganz dunkle Zeiten"

Der 79-Jährige gab an, dass es ihm "den Umständen entsprechend" gehe. "Es ist leider eine neue Dimension erreicht", so Hopp: "Wenn ich nur im Entferntesten wüsste, was diese Idioten von mir wollen, dann würde es mir alles leichter fallen, das zu verstehen. Ich kann mir nicht erklären, warum die mich so anfeinden. Das erinnert an ganz dunkle Zeiten." Auf der anderen Seite habe er "diese Solidarität gesehen und gespürt - und es ist natürlich eine große Hilfe, dass da jetzt durchgegriffen wird."

Am 24. Bundesliga-Spieltag wurde in mehreren Stadien gegen Hopp gehetzt. In Sinsheim wurde die Partie aufgrund von Hass-Plakaten im Bayern-Fanblock zweimal unterbrochen. Schiedsrichter Christian Dingert führte die Mannschaften in der 77. Minute für eine Viertelstunde vom Feld. Vor dem Wiederanpfiff einigten sich die Teams auf einen "Nichtangriffspakt", um so gegen die Vorfälle zu protestieren.

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