Grundschule statt Fußball

Europameister Eilts ist jetzt Pausen-Aufsicht: "Möchte nicht mehr weg"

Fußball U21 EM Qualifikation: Deutschland - Frankreich am Freitag (10.10.2008) im Stadion in Magdeburg. Der deutsche Trainer Dieter Eilts steht am Spielfeldrand und fasst sich an die Nase. Die Partie endete 1:1 unentschieden. Foto: Jens Wolf dpa/lah
U21 Deutschland - Frankreich 1:1
dpa, Z 5328 Jens Wolf

Ein Ex-Nationalspieler, der lieber Erzieher ist, als im Fußball zu arbeiten. Das gibt's nicht alle Tage. An einer Bremer Grundschule ist das normal. Dieter Eilts hat dort sein Glück gefunden. "Es ist der Platz, von dem ich nicht mehr weg möchte", sagte der 54-Jährige dem "kicker".

Bremer Urgestein

Als Profi war Eilts für Werder Bremen am Ball, 1996 wurde er mit Deutschland Europameister, später war er Trainer der U21-Nationalmannschaft und von Hansa Rostock. Nun also Schule. "Mit Kindern oder Jugendlichen zu arbeiten, bereitet mir große Freude", schwärmt Eilts.

Fußball? Lieber nicht mehr.

Auf Fußball hat Eilts keine Lust mehr. Er könne es sich nicht mehr vorstellen, noch mal als Trainer zu arbeiten. Stattdessen macht er lieber Pausen-Aufsicht oder Hausaufgabenbetreuung. "Wir basteln, lesen oder gehen in die Turnhalle."

Im Vergleich zu seinen früheren Jobs sei die Rolle "ganz, ganz anders. In der Schule mag der eine Mathe nicht, der andere Deutsch nicht oder keine Hausaufgaben. Gemacht werden müssen sie aber natürlich trotzdem."