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Dieses Foto ändert alles: Eltern entdecken vermissten Sohn in der Zeitung

Dieses Foto ändert alles: Eltern entdecken vermissten Sohn in der Zeitung

Nick Simmons, AP, Washington D.C.
Dank diesem Foto ist Nick Simmons wieder zu Hause bei seiner Familie.
picture alliance / AP Images, Jacquelyn Martin

"Schön zu sehen, wie ein Foto das Leben eines Menschen verändern kann"

Am Neujahrstag ist Nicholas Simmons spurlos aus seinem Elternhaus in Greece, im Norden des US-Bundesstaates New York, verschwunden. Handy und Brieftasche lässt er zurück, die Hintergründe bleiben bis heute nebulös. Seine Eltern sind in großer Sorge – starten eine Suchkampagne bei Facebook. Während Paul und Michelle Simmons jedem Hinweis über den Verbleib ihres Sohnes nachgehen, wird dieser von einer Fotografin in Washington D.C. abgelichtet.

Jacquelyn Martin macht in der US-Hauptstadt Aufnahmen von Obdachlosen, um deren Kampf gegen die aktuelle Kältewelle zu dokumentieren. Dabei wird die Mitarbeiterin der US-Nachrichtenagentur AP auf eine Gruppe von Personen aufmerksam, die sich um einen Rost drängen, aus dem heißer Dampf dringt. Ein Mann sticht ihr dabei besonders ins Auge. "Ich war überrascht, wie jung er ist"“, sagte Martin gegenüber AP. Der Obdachlose stellt sich ihr gegenüber als Nick vor. Martin beendet kurze Zeit später ihre Aufnahmen und schickt diese an ihren Arbeitgeber.

Am nächsten Tag landet Nicks Foto in der Zeitung 'USA Today'. Es zeigt einen jungen Mann, der eingehüllt in eine Ski-Jacke und Decke den zweistelligen Minusgraden trotzt. Freunde der Familie Simmons sehen das Foto und machen die Eltern umgehend darauf aufmerksam.

Die Mutter ist sicher, dass es sich auf dem Bild um ihren seit vier Tagen vermissten Sohn handelt. Paul und Michelle Simmons schalten die Polizei ein, die Nick dank der Hinweise der AP-Fotografin finden und in die George-Washington-Universitäts-Klinik bringen. Laut einem Polizeisprecher geht es dem jungen Mann mittlerweile den Umständen entsprechend gut.

"Es ist wirklich schön zu sehen, wie ein Foto das Leben eines Menschen verändern kann. Ich bin einfach nur froh, dass ich helfen konnte, diese Familie wieder zu vereinen", sagte die überglückliche Jacquelyn Martin.

Dennoch bleiben viele Fragen offen. Es ist nicht klar, warum genau Nick aus seinem Elternhaus verschwunden ist und ob er überhaupt mit seiner Familie wiedervereinigt werden wollte. Es ist bislang auch nicht bekannt, wie er ins fast 500 Kilometer entfernte Washington D.C. gelangte.