Taucher lieben ihn

Dieser Unterwasserfriedhof ist der gruseligste Ort der Kanaren

30. Oktober 2020 - 16:14 Uhr

40 Steinkreuze erinnern an eine uralte Gräueltat

Es ist vielleicht der gruseligste Ort auf den ganzen Kanaren und nur wenige der Inselbewohner und Besucher kriegen ihn überhaupt zu Gesicht. Denn Malpique liegt unter Wasser, in etwa 20 Meter Tiefe auf dem Meeresgrund. Dort liegen seit 1999 40 Steinkreuze zum Gedenken an Mönchen, die vor über 400 Jahren an der Küste von Fuencaliente im Süden von La Palma ermordet wurden. Eine eindrucksvolle Gedenkstätte und ein Mahnmal zugleich, wie unser Video zeigt.

Piraten ermordeten die Mönche oder warfen sie einfach ins Meer

Die 40 Männer waren Missionare, die mit dem portugiesischen Schiff "El Santiago" nach Brasilien wollten. Sie wurden von einer Bande korsischer Piraten überfallen, konnte sich aber zunächst in Sicherheit bringen.

Ein weiterer Überfall der Piraten nahm am 15. Juni 1570 ein schreckliches Ende. Sie erstachen viele der Mönche, andere warfen sie einfach ins Meer, wo sie jämmerlich ertranken. Das Schiff der Mönche sollen sie an gleicher Stelle versenkt haben.

Neben den Kreuzen des Unterwasserfriedhofes erinnert an Land ein großes Kreuz mit einer Tafel mit den Namen der Ermordeten an die Gräueltaten vom Sommer 1570. Die Kreuze am Meeresboden sind ein beliebtes Fotomotiv von Tauchtouristen aus aller Welt.