Diese Zwillinge kuschelten im Mutterleib - und retteten so ihr eigenes Leben

1. Februar 2017 - 17:50 Uhr

Nur ein paar Monate nach ihrer Hochzeit schien für Charlie und Hayley Lampshire das Liebes-Glück perfekt: Hayley war schwanger mit Zwillingen. Doch der Schock: Bei einer Routineuntersuchung sah der Arzt im Utraschall, dass es sich bei den Babys Blake und Rowan um sogenannte 'Mo-Mo'-Zwillinge (Monoamniotic-Monochorionic) handelt. Eine extrem seltene Form der Zwillings-Schwangerschaft, bei der sich die Babys sowohl Fruchtblase als auch Plazenta teilen.

'Mo-Mo'-Zwillinge mit geringer Überlebenschance

Sobald sich die Zwillinge im Mutterleib zu sehr bewegen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Nabelschnüre der Ungeborenen verknoten und sie sich so gegenseitig die Nahrungszufuhr abschneiden  - und sogar strangulieren können. Das sorgt für ein erhöhtes Sterberisiko bei dieser seltenen Form der Schwangerschaft. Trotz großer medizinischer Fortschritte erhöht sich der Anteil der überlebenden 'Mo-Mo' Zwillinge nur langsam.

Das Ehepaar litt unter dem Druck, nichts tun zu können, sollte den Jungen tatsächlich etwas zustoßen. Denn in den meisten Schwangerschaften verringert sich das Sterberisiko nach den ersten zwölf Wochen. Bei Hayley jedoch stieg es, je größer die Zwillinge wurden. Die behandelnden Ärzte rieten dem jungen Ehepaar sogar, die Kinder abzutreiben. Doch Hayley und Charlie glaubten daran, dass Blake und Rowan es irgendwie schaffen würden - und lehnten schließlich ab.

'Mo-Mo'-Zwillinge konnten gesund zur Welt gebracht werden

Nach Tagen der Ungewissheit, ob die Kinder es tatsächlich schaffen könnten, zeigte ein neues Ultraschallbild eine sensationelle Entwicklung: Die beiden Jungen lagen kuschelnd und Händchen haltend nebeneinander. Was in dieser Situation perfekt war. Denn in diesem Zustand wanderten die Babys im Mutterleib nicht umher und umgingen so einer möglichen Strangulation durch die Nabelschnuren.

Schließlich wurden sie gesund per Kaiserschnitt zur Welt gebracht und wogen jeweils vier Pfund. Heute sind sie noch immer wohlauf an der Seite ihrer Eltern.

Hayley und Charlie wollen ihre Geschichte mit Menschen teilen und versuchen, Eltern in derselben Situation beizustehen, ihnen Kraft zu spenden und Motivation nicht aufzugeben.

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