Tragischer Finalheld privat

Diese Menschen sind Zverevs Rückhalt

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14. September 2020 - 13:17 Uhr

5-Satz-Krimi in New York

Mit seinem starken Final-Auftritt bei den US Open hat Alexander Zverev unter Beweis gestellt, dass der 23-Jährige auf dem Tenniscourt längst zur Weltelite gehört. Die kullernden Tränen nach der nervenaufreibenden Final-Niederlage gegen den Österreicher Dominic Thiem offenbarten jedoch auch: Ohne diese Menschen wäre Zverev nicht so weit gekommen.

Mama und Papa Zverev

"Ich möchte meinen Eltern danken. Sie sind immer bei mir. Ich vermisse sie", sagte Zverev mit gebrochener Stimme und Tränen in den Augen, nachdem der Weltranglisten-Siebte das packende Finalspiel der US Open knapp verloren hatte. Normalerweise hat 'Sascha' Zverev seine Eltern bei Turnieren immer im Schlepptau. Eine Corona-Erkrankung machte ihre Begleitung beim Turnier in New York jedoch unmöglich.

ARCHIV - 19.01.2020, Australien, Melbourne: Tennis: Grand Slam, Australian Open, Melbourne Park, Training: Alexander Zverev (r) aus Deutschland und sein Vater Alexander Zverev Sr.. Alexander Zverev geht mit einer Mischung aus Zuversicht und Respekt i
Normalerweise immer im Doppelpack: Alexander Zverev mit seinem Vater
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Dass Zverev zu einem solch erfolgreichen Spieler herangewachsen ist, hat der 23-Jährige maßgeblich seinen Eltern zu verdanken. Sowohl Papa Alexander senior als auch Mama Irina waren selbst Tennis-Profis in der Sowjetunion. Sie kamen über Platz 175 bzw. 380 der Weltrangliste jedoch nie hinaus. Anfang der 1990er Jahre kam das Paar nach Hamburg und setzte dort alles in die Tennis-Förderung ihrer beiden Söhne. Dass Mama und Papa Zverev nun ausgerechnet bei dem größten Spiel ihres Sohnes fehlten, ist besonders tragisch.

Bruder Mischa Zverev

Besonderen Rückhalt bekommt der US-Open-Finalist außerdem von seinem Bruder Mischa. Für Zverev ist der 33-Jährige, der selbst Tennis-Profi ist, aber nie den Durchbruch wie sein jüngerer Bruder schaffte, alles. "Mein Bruder hat mir beigebracht, seinen Träumen nie ein Limit zu setzen. Danke, dass du immer für mich da bist", schrieb Alexander Zverev jüngst auf Instagram.

Liebevolle Worte richtete Mischa Zverev nach der Final-Niederlage umgekehrt auch an seinen Bruder. Mischa sei stolz auf seinen jüngeren Bruder und überzeugt, "dass unsere Träume wahr werden", schrieb der in Russland geborene Mischa auf Instagram.

Liebes-Aus und Hündchen-Spaß

Nach der Trennung von Freundin, Model und EX-GNTM-Star Brenda Patea setzt Zverev außerdem auf seinen kleinen Pudel als treuen Weggefährten. "Ich habe endlich jemanden gefunden, der mir zuhört", schwärmte der Tennis-Star kürzlich auf Instagram über sein Hündchen.

Weggefährten auf dem Tennisplatz

Neben dem familiären Rückhalt gibt es auch im Tenniszirkus zahlreiche Vertraute: US-Open-Champ und Mitfinalist Dominic Thiem zählt zu Zverevs guten Freunden auf dem Tenniscourt. Auch der zweimalige Grand-Slam-Sieger Marcelo Melo aus Brasilien ist Zverevs Kumpel. Die beiden haben schon den einen oder anderen Urlaub miteinander verbracht und ihre Erlebnisse in zahlreichen Social-Media-Posts dokumentiert.

L-R. Sieger Belinda Bencic und Roger Federer, Finalisten Angelique Kerber, Alexander Zverev, Mixed Doubles Siegerehrung, Praesentation Tennis - Hopman Cup 2019 - ITF - RAC Arena - Perth - Western Australia - Australia - 5 January 2019. Â *** L R Winn
Gute Freunde: Alexander Zverev und Belinda Bencic (beide in der Mitte)
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Schon seit Kindestagen ist der Deutsche zudem mit dem Schweizer Tennis-Ass Belinda Bencic befreundet. Die beiden 23-Jährigen lernten sich bereits mit sechs Jahren kennen, als sie gemeinsam an der Bollettieri-Tennis-Akademie trainierten. Der Schweizer Roger Federer gilt als großes Zverev-Vorbild.

Traum vom Grand-Slam-Titel lebt

Übrigens: Neben Tennis interessiert sich Zverev außerdem für Fußball. Und als Bayern-Fan weiß der 23-Jährige also schon mal, wie gewinnen geht. Vielleicht kann der Zwei-Meter-Mann seinen Sieg-Traum beim nächsten Grand-Slam-Turnier endlich wahrmachen.  Nach der Final-Niederlage blickte Zverev jedenfalls schon wieder hoffnungsvoll in die Zukunft: "Ich bin 23 Jahre alt, ich denke nicht, dass es meine letzte Chance war. Ich glaube, dass ich eines Tages einen Grand Slam gewinnen werde."

Zverev: "Ich vermisse meine Eltern"