26. April 2019 - 14:50 Uhr

Seit 1952 wird am 25. April der Tag des Baumes begangen

Bäume sind hip. Nicht erst seit Peter Wohllebens Bestseller-Buch "Das geheime Leben der Bäume" verstehen immer mehr Menschen, dass diese hochkomplexen Pflanzen absolute Wunderkräfte haben.

Um so trauriger, dass ausgerechnet jetzt zum Tag des Baumes eine Studie von "Global Forest Watch" (GFW), erschienen ist: Die Tropenwälder schrumpfen, schuld sind illegale Rodungen und Waldbrände. Weltweit sind im vergangenen Jahr zwölf Millionen Tropenwald verloren gegangen. Das entspricht der Fläche Bayerns und Niedersachen zusammen.

Eine Welt ohne Bäume wäre nicht nur ziemlich öde, sie wäre gar nicht denkbar. Wir stellen spannende Baum-Fakten vor, die Sie bestimmt noch nicht kennen!

Bäume haben Lebenspartner

Auch Pflanzen sind soziale Wesen, die Freunde und sogar Partner haben. Sie tasten mit ihren Wurzeln durch den Boden und fühlen damit die Wurzeln ihres Baumnachbarn. So prüfen sie, ob sie zur selben Baumart gehören. Die Wurzeln können nun zusammenwachsen und die Bäume verschicken untereinander Nachrichten tauschen und Zucker aus. Manche Bäume bleiben ihr Leben lang miteinander verwurzelt.

Bäume sprechen miteinander

Wir hören es nicht, aber Bäume reden miteinander. Sie kommunizieren mit Hilfe von Ultraschallsignalen und Duftstoffen. Worüber sie genau reden, ist nicht bekannt. Aber sie senden Hilferufe aus, wenn es ihnen nicht gut geht - zum Beispiel, wenn sie von Käfern angeknabbert werden. Und wir Menschen können diese "Angststoffe" sogar riechen! Bei Nadelbäumen ist der Geruch zum Beispiel würzig-süßlich.​

Bäume machen uns gesund

Schon als Kinder lernen wir, dass Bäume lebensnotwendig sind. Die Pflanzen wandeln Kohlendioxid in Sauerstoff um, den wir zum Atmen brauchen. Aber Bäume können auch unserem Immunsystem helfen. Der japanische Umweltimmunologie-Professor Qing Li stelte schon 2009 fest, dass regelmäßige Waldspaziergänge Krebserkrankungen vorbeugen können: Probanden, die in drei Tagen sechs Stunden Waldspaziergänge gemacht hatten, wiesen eine erhöhte Zahl und Aktivität "natürlicher Killerzellen" auf. Außerdem sank die Stresshormon-Konzentrationen deutlich. Seitdem gilt Waldbaden in Japan als gängige Therapieform und erfreut sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit.

Bäume schlafen

Man sieht es ihnen natürlich nicht an, aber auch Bäume schlafen. Denn wie auch andere Lebewesen, müssen auch Bäume sich regenerieren, besonders wenn sie unter Stress stehen. Bäume, die neben einer Straßenlampe stehen, sind besonders stressanfällig. Sie können nicht "schlafen", wenn sie nachts unter Dauerbelichtung stehen. 

Im Video: Bäume durch extreme Trockenheit im Klimastress

Nicht nur die Menschen, auch die Bäume litten unter der Dürre von 2018. Ob uns auch in diesem Jahr eine extreme Trockenheit erwartet, sehen Sie im Video.