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Die Wutrede von Bruno Labbadia im Wortlaut

Bruno Labbadia, VfB Stuttgart
Ein Trainer im Fokus: Bruno Labbadia. © dpa, Marijan Murat

"Ich finde, es ist eine gewisse Grenze erreicht hier. Ich bin vor 22 Monaten hier angetreten, da stand dieser Verein mit zwölf Punkten am Tabellenende. Keiner hat einen Pfifferling drauf gegeben in dieser Zeit. Danach haben wir die Mannschaft in die Europa League geführt. Wir haben knapp 20 Millionen Euro an Etatsenkung mitgemacht. Wir haben einen zweistelligen Millionen-Betrag einnehmen müssen.

Ich kann gewisse Dinge nicht akzeptieren, wenn ein Trainer wie der letzte Depp dargestellt wird, als hätte er gar keine Ahnung. Das muss man ganz klar sagen. Mich wundert's nicht, weil die Zuschauer dazu aufgewiegelt wurden in den letzten Wochen immer wieder, weil absolute Unwahrheiten verbreitet wurden.

Und jetzt kommen wir zu Raphael Holzhauser: Raphael Holzhauser wäre heute nicht mehr hier im Verein, wenn ich vor ein paar Wochen nicht mein Veto eingelegt hätte, dass er ausgeliehen wird. Das muss man hier ganz klar sagen. Raphael ist in der Halbzeitpause gekommen und hat angezeigt, dass er Probleme hat. Und er hat dann darum gebeten, dass er ausgewechselt wird.

Ich muss ganz ehrlich sagen, die Trainer in der Bundesliga sind nicht die Mülleimer von allen Menschen. Da ist eine totale Grenze erreicht - auch hier in Stuttgart. Das muss ich ganz klar sagen. Mich wundert's nicht, dass es hier alle paar Monate einen neuen Trainer gibt, wenn man sich so verhält, wie es hier der Fall ist. Als normaler Bundesliga-Trainer muss man sich heute die Frage stellen, gehe ich einen schweren Weg, wie ihn der VfB Stuttgart gehen muss, gehe ich den mit, oder sage ich: am Arsch geleckt! Das muss ich mal ganz klar und deutlich sagen.

Ich kann die Leute hier nicht verstehen, aber vor allem nicht die schreibende Zunft. Ich weiß, dass Sie das jetzt wieder persönlich nehmen, aber das muss hier mal ganz klar gesagt werden. Das Fass ist absolut voll! Einige haben sich in den letzten Wochen Unwahrheiten erlaubt, die absolut unter der Gürtellinie waren. Da erwarte ich, dass auch Sie das Ganze mal hinterleuchten und nicht einfach nachschreiben."

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