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Die wichtigsten Steueränderungen 2018 im Überblick: Mehr Geld in der Tasche, weniger Papierkram?

Bringen uns die Steueränderungen 2018 mehr Netto vom Brutto?
Zum 1. Januar 2018 sind einige Steueränderungen inkraftgetreten. © iStockphoto

Es lohnt sich, die Details der Steueränderungen ab 2018 zu checken

Neues Jahr, neue Steuerregeln - und damit neue Möglichkeiten, Geld zu sparen: Für uns Verbraucher ändert sich 2018 einiges in Sachen Besteuerung. Klar, das klingt erstmal nach einem trockenen Thema, aber es lohnt sich, die Details zu checken. Die Experten der Zeitschrift 'Finanztest' und des Online-Magazins 'Finanztip' haben die wichtigsten Steueränderungen für Verbraucher zusammengestellt. Wir geben Ihnen einen Überblick.

Die Einkommensteuer für Ehe- und Lebenspartner sinkt um bis zu 292 Euro

Wir zahlen alle weniger Einkommensteuer
​Zum 1. Januar 2018 hat der Staat die Einkommensgrenzen der Steuertarife an die Inflation angepasst. Dadurch sinkt die Einkommensteuer für Ehe- und Lebenspartner um bis zu 292 Euro und für Singles um bis zu 146 Euro, wie 'Finanztest' ausgerechnet hat. Auch schön: Der Grundfreibetrag steigt von 8.820 Euro auf 9.000 Euro - erst ab diesem Betrag werden Steuern aufs Einkommen fällig.

Wir müssen keine Belege mehr ans Finanzamt schicken
Es ist und bleibt zwar weiterhin wichtig, Belege für die Steuererklärung zu sammeln und aufzubewahren, aber die Belege müssen nicht mehr ungefragt beim Finanzamt eingereicht werden. Wenn die Steuerbehörde spezielle Nachweise braucht, meldet sie sich beim Ersteller der Steuererklärung.

Kosten für Arbeitsmittel zurückholen? Das geht bald schneller
Ab 2018 können Werbungskosten für Arbeitsgeräte oder Büromöbel mit einem Anschaffungspreis bis 952 Euro am Stück abgeschrieben werden. Vorher war der Werbungskosten-Betrag nur halb so hoch (487,90 Euro) und wurde über mehrere Jahre in kleinen Raten von der Steuerlast abgezogen. Smartphone, Laptop oder Büromöbel sollten Sie also am besten erst nach dem Jahreswechsel anschaffen.

Trotz steigender Lebenshaltungskosten nicht weniger Geld in der Tasche
Laut 'Finanztip' verschiebt der Staat die Steuertarife bei der Einkommenssteuer, damit Arbeitnehmer nicht weniger Geld in der Tasche haben, obwohl die Lebenshaltungskosten gestiegen sind. Erst bei höheren Einkommen greift die eingerechnete Inflationsrate von 1,65 Prozent. Insgesamt sinkt Steuersatz für alle etwas. Bei Ledigen ergibt sich ein Spitzensteuersatz von 42 Prozent erst bei einem Jahreseinkommen von 54.950 Euro, vorher lag die Grenze bei 54.058 Euro. Die doppelten Beiträge gelten für Verheiratete und eingetragene Lebenspartner.

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Für Besserverdiener steigen die Sozialabgaben

Gute und schlechte Nachrichten in Sachen Sozialversicherungsbeiträge
Erstmal die gute Nachricht: Der Beitrag für die Rentenversicherung sinkt um 0,1 Prozent. Besserverdiener sollten sich aber nicht zu früh freuen, denn sie zahlen künftig höhere Sozialversicherungsbeiträge. Weil die sogenannten Beitragsbemessungsgrenzen steigen, steigen auch die Sozialabgaben für alle, die mehr als 52.200 Euro pro Jahr verdienen.

Unbedingt für 2017 noch checken: Steht Ihnen noch Kindergeld zu?
Bisher konnten Eltern rückwirkend für einen Zeitraum von vier Jahren einen Antrag auf Kindergeld stellen. Achtung: Von 2018 an ist das nur noch rückwirkend für das letzte halbe Jahr möglich! Das Kindergeld steigt übrigens mit dem Jahreswechsel um zwei Euro pro Kind und Monat. Und auch der Kinderfreibetrag erhöht sich um 72 Euro auf 4.788 Euro. Hier haben wir für Sie zusammengefasst, welche staatlichen Förderungen Eltern sonst noch zustehen und was Sie bei der Beantragung beachten müssen. 

Mehr für das Alter absetzen
Im Vergleich zum Vorjahr dürfen Sparer 350 Euro mehr in die gesetzliche Rentenversicherung, in einen Rürup-Sparvertrag oder in ein berufliches Versorgungswerk einzahlen, berichtet 'Finanztip'. Die Grenze liegt dann bei 23.712 Euro. 2018 können Arbeitnehmer doppelt so viel steuerfrei in ihre betriebliche Altersvorsorge investieren wie vor zwei Jahren: bis zu 6.240 Euro jährlich.

Neurentner müssen viel versteuern
Wer dieses Jahr in Rente geht, muss laut 'Finanztip' 76 Prozent der ausgezahlten Rente versteuern.

Andere Besteuerung der Fonds
Investmentfonds und ETFs werden anders besteuert. Bei inländischen Einkünften werden 15 Prozent Körperschaftsteuer fällig. Die Ausschüttungen sinken dadurch, aber für Anleger bleibt ein Teil der Erträge und Gewinne aus dem Verkauf steuerfrei.

Und wenn Sie berechnen möchten, wie viel netto von Ihrem Bruttogehalt übrig bleibt, können Sie das jederzeit für das aktuelle und die vergangenen Jahre mit dem kostenlosen Brutto-Netto-Rechner tun.

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