23. Juni 2019 - 10:45 Uhr

Kontrolle von Raketen

Am Donnerstag soll der Iran angeblich eine US-Drohne abgeschossen haben. Jetzt hat Donald Trump einen Cyber-Angriff gegen die iranischen Revolutionsgarden genehmigt. Er soll am Samstag ausgeführt worden sein und habe sich gegen Computersysteme gerichtet, die zur Kontrolle von Raketen dienten.

Angriff war vorbereitet

Eine Boden-Luft-Rakete, die eine amerikanische Drohne abschoss brachte das Fass zum Überlaufen. Am Freitag plante US-Präsident Donald Trump einen Gegenschlag. Den hatte er laut eigenen Angaben dann aber wieder abgesagt. Die zivilen Opfer wären unverhältnismäßig hoch gewesen, heißt es. Wie die "Washington Post" berichtete habe das Verteidigungsministerium den Cyber-Angriff vorgeschlagen, nachdem die USA den Iran Mitte des Monats für Attacken auf zwei Öltanker im Golf von Oman verantwortlich machten. Offenbar war der Cyber-Angriff über längere Zeit vorbereitet worden.

"Werde ihr bester Freund sein"

Jetzt hat Donald Trump weitere Sanktionen gegen den Iran angekündigt. Welche das sein werden, darüber machte er am Samstag im Weißen Haus keine Angaben. Der ganze Streit zwischen den USA und dem Iran war entbrannt, nachdem Trump dem Land vorgeworfen hatte, Atomwaffen zu produzieren. Der Iran streitet das vehement ab. Dazu sagte Trump am Wochenende: "Wenn sie dem zustimmen, werden sie ein wohlhabendes Land haben, sie werden so glücklich sein, und ich werde ihr bester Freund sein." Der US-Präsident flog am Samstag nach Camp David im Bundesstaat Maryland, um dort mit Vertrauten über die Lage im Iran zu beraten.