Die Star-Trek-Zeitlinie

Der Star Trek-Zeitstrahl: So starten Sie Ihre ganz persönliche Reise zu den Sternen optimal

11. Mai 2022 - 8:32 Uhr

von Simon Fistrich und Sebastian Göttling von Deutschlands beliebtestem Retro-Star-Trek-Podcast „Trek am Dienstag"

Die Star-Trek-Zeitlinie muss auf Außenstehende verrückt wirken. Eine fiktive Historie, die noch nicht existiert und wahrscheinlich nie sein wird. Dabei ist die schematische Darstellung auf dieser Seite sogar stark vereinfacht, denn hinter jeder Jahreszahl verbergen sich Dutzende, teilweise Hunderte kleine und große SciFi-Geschichten. Eine unvorstellbare Historie. Wenn man die neuen Serien seit 2017 oder sogar die zahllosen Romane hinzunimmt, wird es nur noch unübersichtlicher und widersprüchlicher.

STREAMING-TIPP: Jetzt gibt’s eine reichhaltige Auswahl an Ster Trek Serien jederzeit auf RTL+ im Stream zu sehen!

Für eingefleischte Fans, die tief in der Materie stecken, ist die Star-Trek-Zeitlinie ein Symbol der inneren Logik ihres Lieblingsuniversums. Stundenlang können sie darüber nachdenken, von der Zukunft träumen und sich an dem erfreuen, was Fachleute als Worldbuilding bezeichnen. Als 1992 das erste Mal die Chronologie Star Treks in Buchform erschien, damals noch ein ganzes Stück weniger komplex, waren Fans begeistert davon, wie wunderbar sich all die Geschichten zusammenfügen.

Wer neu in Star Trek einsteigen möchte und anhand der Zeitlinie einen Startpunkt sucht, wird schnell aufs Glatteis geführt. Zu verlockend ist "Enterprise" (jetzt auf RTL+ streamen), die chronologisch am frühesten einzuordnende Serie. Außerdem hat die Serie bloß vier Staffeln; ein überschaubares Unterfangen. Doch bei "Enterprise" handelt es sich um ein Prequel, was heißt: Es erzählt zwar die Vorgeschichte der bisher gesendeten Serien, doch ohne diese gesehen zu haben, ergeben die zahlreichen Anspielungen keinen Sinn. Der Spaß an einem Prequel ist, mit dem Königswissen über das Ende der Reise den Charakteren dabei zuzusehen, wie sie ganz am Anfang ihren Weg suchen. Das erste Mal einen Phaser benutzen oder über einen Verhaltenskodex nachzudenken, der irgendwann einmal als die erste Direktive der Sternenflotte bekannt sein wird.

Der optimale Einstieg

Nur was ist dann der richtige Einstieg? Mit der Urserie Raumschiff Enterprise (jetzt auf RTL+ streamen) aus den 1960ern anzufangen mag sich aufgrund moderner Sehgewohnheiten als große Herausforderung entpuppen, auch wenn es sich sehr lohnt, den Anfängen mit aufgeschlossenem Blick eine Chance zu geben. Vor allem, weil man so von Produktionsbeginn an miterleben kann, wie das Universum in den letzten 55 Jahren gewachsen und gediehen ist.

Denkbar wäre es auch, mit den Serien loszulegen, die im 24. Jahrhundert spielen, immerhin gelten diese weithin als die beliebtesten. Doch in diesem Zeitraum tummeln sich über 500 der 725 Star-Trek-Geschichten, die bis 2005 gedreht wurden. Ein Wust, der abschreckend wirkt.

Wir, Simon und Sebastian von Deutschlands beliebtestem Retro-Star-Trek-Podcast "Trek am Dienstag", empfehlen absoluten Neulingen eine von uns geprüfte und mit dem speziellen TaD-Gütesiegel versehene Reihenfolge.

Als Grundstein müssen wirklich ein paar Hausaufgaben in der Urserie gemacht werden. Die Folge "Errand of Mercy" (Kampf um Organia) (jetzt auf RTL+ streamen) zeigt Captain Kirk bei seiner ersten Konfrontation mit den Dauerbrenner-Bösewichten, den Klingonen, während gleichzeitig eine typisch pazifistische Trek-Geschichte erzählt wird. Die Episoden "Amok Time" (Weltraumfieber) (jetzt auf RTL+ streamen) und "Journey to Babel" (Reise nach Babel) (jetzt auf RTL+ streamen) erzählen von Vulkaniern im Allgemeinen und Mr. Spocks Familie im Besonderen. Schließlich lernt man in "Space Seed" (Der schlafende Tiger) (jetzt auf RTL+ streamen) den genetisch manipulierten Despoten Khan Noonien Singh kennen.

Nun hat man genügend Informationen und ein Gefühl für Star Trek, um die Filmtrilogie "Star Trek II: The Wrath of Khan" (Der Zorn des Khan), "Star Trek III: The Search for Spock" (Auf der Suche nach Mr. Spock) und "Star Trek IV: The Voyage Home" (Zurück in die Gegenwart) zu genießen. Drei veritable SciFi-Kinoklassiker der 80er Jahre, die eine zusammenhängende Geschichte und gleichzeitig jede Menge Abwechslung bieten – von Rachefeldzug bis Zeitreise-Komödie.

Wer nach diesem Einstiegsprogramm grünes Vulkanierblut geleckt hat, dem stehen gleich zwei Wege offen. Vielleicht hat man großen Spaß daran, mehr Zeit mit der Original-Crew rund um Kirk, Spock und McCoy zu verbringen. Dann sind die restlichen 75 Episoden der Urserie goldrichtig. Oder auch ein Best-of, denn die Folgen funktionieren alle selbständig, nicht wie heutige Serien, bei denen man keine Folge auslassen kann. Besondere Empfehlungen sind die Episoden, die im Rahmen unseres Podcasts einen speziellen De-Kelley-Award verliehen bekommen haben. Das sind die Storys, die so fantastisch sind, dass wir sie auf eine einsame Insel mitnehmen würden. Auf unserer Homepage trekamdienstag.de unter der Rubrik "Wertungen" findet ihr eine tolle Auswahl.

Es wäre aber genau so möglich, nun den sechsten Kinofilm zu schauen, "Star Trek VI: The Undiscovered Country" (Das unentdeckte Land). Dieser Film schlägt eine thematische Brücke ins nächste Trek-Jahrhundert, so dass man danach mit "Star Trek: The Next Generation" (jetzt auf RTL+ streamen) anfangen könnte. Und wer ganz crazy drauf ist, der mischt einfach beide Herangehensweisen.

Star Trek hat so viel zu bieten – und wir wünschen euch viel Spaß beim Erforschen, chronologisch oder bunt durchmischt.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

"Star Trek": Ganze Staffeln jederzeit auf RTL+ im Stream anschauen