Die Umweltaktivistin besuchte den Tagebau in NRW

Greta Thunberg beweint den Hambacher Forst: "Es macht mich irgendwie traurig"

10. August 2019 - 19:01 Uhr

Tagebau macht Greta traurig

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat am Samstag den Braunkohletagebau Hambach im Rheinischen Revier besucht. Der Anblick habe sie traurig gestimmt.

"So gewaltig"

Greta Thunberg, Swedish "Fridays for Future" climate activist, stands at the edge of the Hambach open-cast brown coal mine of German utility RWE, west of Cologne, Germany, August 10, 2019.   REUTERS/Wolfgang Rattay
Greta Thunberg vor dem Braunkohletagebau Hambach.
© REUTERS, WOLFGANG RATTAY, WR/PAS

Nach dem Besuch schilderte die 16-Jährige, wie schwer ihr der Anblick gefallen sei: "Es war so gewaltig, so verheerend und es macht mich irgendwie traurig." Die Braunkohle trage mit zur ökologischen Krise bei. Um die Klimaziele zu erreichen, dürfe Deutschland keine weitere Kohle verbrennen, sagte sie unter Hinweis auf Wissenschaftler. Sie fühle auch mit den Menschen, die wegen des Tagebaus aus ihren Dörfern wegziehen müssten.

"Die Zeit läuft uns davon"

10.08.2019, Nordrhein-Westfalen, Kerpen: Greta Thunberg (M), Klimaschutzaktivistin, steht mit Luisa Neubauer (l), der deutschen Organisatorin der Klimastreiks «Fridays for Future» und der Aktivistin «Indigo» (r) im Haibaches Forst. Die Schwedin hat d
Greta Thunberg traf im Hambacher Forst auch auf Luisa Neubauer (links), der Hauptorganisatorin der deutschen "Friday for Future"-Bewegung.
© dpa, Oliver Berg, obe

Gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Ende Gelände rief sie die Menschen dazu auf, am 20. und 27. September an dem geplanten globalen Klimastreik teilzunehmen. "Die Zeit läuft uns davon und die Regierenden enttäuschen uns weiterhin", sagte Thunberg.

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Tagebau-Protest linksextremistisch beeinflusst?

Thunberg will voraussichtlich am kommenden Mittwoch von einem Hafen in Süden Englands aus mit einer Jacht zum UN-Klimagipfel nach New York aufbrechen. Sie allein werde die Klimasituation nicht verändern können, sagte die 16-Jährige, aber sie könne dort durch ihre Teilnahme zu einem Bewusstsein für die Krise beitragen. "Und wenn genügend Menschen Druck machen, dann können wir versuchen, eine Änderung herbeizuführen."

Das Rheinische Revier gilt mit drei laufenden Braunkohletagebauen als eine der großen Quellen für das klimaschädliche CO2 in Europa. Der Kampf um den Hambacher Forst, der für den fortschreitenden Tagebau gerodet werden soll, steht symbolisch für die Forderung nach einem schnellen Kohleausstieg in Deutschland.

Das Aktionsbündnis Ende Gelände hat in den vergangenen Jahren immer wieder mit Blockaden von Tagebauen, Baggern und Transportbahnen für einen sofortigen Kohleausstieg demonstriert. Das Bundesamt für Verfassungsschutz bezeichnet die Kampagne als linksextremistisch beeinflusst.

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