Angst vor Corona-Ansteckung

Patienten scheuen sich vorm Praxis-Besuch: Ärzten droht Pleitewelle

23. Mai 2020 - 12:12 Uhr

Leere Praxen haben Konsequenzen für Ärzte und Patienten

Ob zum Hausarzt, zu Vorsorge-Untersuchungen oder zum Zahnarzt: Aus Angst vor einem erhöhten Corona-Infektionsrisiko trauen sich viele Menschen nicht mehr in Arztpraxen. Die gähnende Leere in deutschen Wartezimmern besorgt Ärzte gleich in zweierlei Hinsicht. Welche Konsequenzen nun für Mediziner und Patienten drohen, das sehen Sie im Video.

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Auch wer Arztpraxen meidet, risikiert krank zu werden

Das Problem mit der Praxis-Vermeidungstaktik: Wer aus Angst, sich beim Arztbesuch mit Covid-19 anzustecken, den Praxisbesuch meidet, riskiert Krankheiten zu verschleppen oder sie durch fehlende Vorsorgeuntersuchungen gar nicht erst zu entdecken.

Wann gehen und wann nicht? Tipps zu Arztbesuchen in der Corona-Krise finden Sie hier.

Ärzte in finanzieller Schieflage

Auch den Medizinern selbst ergeht es durch die Corona-Angst ihrer Patienten schlecht: Weil sie weniger Untersuchungen durchführen, drohen ihnen hohe finanzielle Einbußen. Nach Einschätzung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein drohen tausenden Arztpraxen in Nordrhein-Westfalen Umsatzeinbußen von mehr als zehn Prozent. Die Corona-Krise hinterlasse, laut Frank Bergmann, Chef der KV Nordrhein, "tiefe Spuren in der ambulanten Versorgung."

TVNOW-Doku: Was wir aus der Corona-Krise lernen

Welche Lehren können wir aus der bisher größten Krise der Nachkriegszeit ziehen? Wir haben mit Experten gesprochen. War der Staat zu inkonsequent? Wurden die Schulen zu schnell geschlossen? Was tun gegen das Hamsterchaos? Und was ist der tatsächliche Grund, dass tausende Urlauber auf der ganzen Welt gestrandet sind? Sehen Sie hierzu die TVNOW-Doku: "Was wir aus der Krise lernen".