16. März 2012 - 10:42 Uhr

Ausdruck der Informationsoffensive

Am 2. Januar 2001 nahm mit der RTL-Journalistenschule Deutschlands erste Ausbildungseinrichtung für TV und Multimedia ihren Schulbetrieb auf. In einem Gebäude innerhalb des Kölner Mediaparks empfingen Gründungsdirektor Peter Kloeppel und Geschäftsführer Leonhard Ottinger die ersten 15 der insgesamt 30 Schüler des ersten Jahrgangs und wiesen sie in den Lehrplan für die kommenden zwei Jahre ein.

Mit der Entscheidung, eine Schule zur Ausbildung und damit auch zur Rekrutierung des eigenen journalistischen Nachwuchses zu gründen, untermauerte der Sender seine Ansprüche an sich selbst in Sachen Informationsoffensive. Es galt, einen Journalismus zu fördern, der den gewachsenen inhaltlichen und technischen Herausforderungen an das Fernsehen in einer zunehmend multimedialen Welt gerecht wird. Seither haben fünf Jahrgänge das Ausbildungsprogramm durchlaufen, das insgesamt sechs Monate Unterricht und eineinhalb Jahre Redaktionspraxis umfasst.

Der sechste Jahrgang hat bereits die Hälfte der Ausbildung hinter sich. In den vergangenen elf Jahren vermittelten insgesamt 135 Dozenten den Journalistenschülern in 300 Seminaren die speziellen Anforderungen des TV- und Online-Journalismus. Im praktischen Teil wurden insgesamt 1250 Redaktionspraktika in Redaktionen der Mediengruppe RTL Deutschland, zahlreicher öffentlich-rechtlicher und privater Sender, TV-Produktionsfirmen sowie bei Print, Online und Hörfunk absolviert.

Neben Exkursionen nach Brüssel und Berlin ist ein Höhepunkt des zweiten Ausbildungsjahres der achttägige Kurs "Broadcast Journalism" im Rahmen einer Exkursion in die USA. In Seminaren an der Graduate School of Journalism der Columbia University sowie in Redaktionsbesuchen und Hintergrundgesprächen in New York und Washington werden Themen wie Politik- und Auslandsberichterstattung, die transatlantischen Beziehungen sowie Trends im US-amerikanischen Fernsehjournalismus vertieft.

Vermittlungsquote 100 Prozent

Alle 145 bisherigen Absolventen konnten im Anschluss an die Ausbildung eine berufliche Tätigkeit aufnehmen und arbeiten heute vor allem in Redaktionen der Mediengruppe RTL sowie bei öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern, TV-Produktionsfirmen sowie anderen Medienunternehmen. "Die Schule hat uns im Endeffekt gegeben, was wir von Beginn an bezweckt hatten: Wir stecken Geld in die Ausbildung und bekommen dafür gut ausgebildete Journalisten. So gesehen war die Gründung der Journalistenschule eine der wichtigsten Investitionen überhaupt in der Nachrichtenhistorie von RTL", so die Zwischenbilanz von Schuldirektor Peter Kloeppel. Und Geschäftsführer Leonhard Ottinger ergänzt: "Die Intensität und Vielfalt unserer fernseh-journalistischen Ausbildung ist nach wie vor einzigartig in Deutschland. Nun kommen in den nächsten Jahren viele weitere journalistische Herausforderungen auf uns zu. Insbesondere auf Themen wie Digitalisierung und Konvergenz müssen wir ständig mit neuen Ausbildungsangeboten reagieren."