Die Puppenstars 2016: Der Schwarzlicht-Bühnen-Comic von "Half past selber schuld" begeistert die Jury

Juror Max Giermann schwärmt von "Half past selber schuld": "Super lustig und vom Timing perfekt"

Die Gruppe "Half past selber schuld" hat nicht nur einen ungewöhnlichen Namen, sie erfindet sich auch immer wieder neu mit Bühnen-Comis. Im Laufe der Jahre wuchs das Ensemble auf bis zu zehn Personen an – und die wollen in der zweiten Show von "Die Puppenstars" alles daran setzen, um drei grüne Sterne von der Jury einzusacken und somit ins Finale einzuziehen. "Wir sind hier, weil wir unsere Kunst einem großen Publikum zeigen möchten", kündigen "Half past selber schuld" an. Das besondere bei ihrem Auftritt: Die Puppen spielen in Schwarzlicht getaucht auf der Bühne einen Comic vor – inklusive Effekte.

Der Bühnen-Comic von "Half past selber schuld" begeistert die "Puppenstars"-Jury
Die "Puppenstars"-Juroren Max Giermann und Martin Reinl sind begeistert von "Half past selber schuld".

Mit ihrem Auftritt bei den "Puppenstars" bringen "Half past selber schuld nicht nur das Publikum, sondern auch die Jury ordentlich zum Lachen. "Wow", begrüßt Martin Reinl die Puppenspieler. "Ihr wart originell, ihr hattet wunderbare kleine Details, eine großartige Koordination … ich bin hin und weg." Auch Gaby Köster lobt: "Das fand ich auch. Und dann jede Menge Leute auf kleinem Raum, das ist schon eine Kunst. Sehr gut gemacht. Und die Effekte fand ich total süß und überraschend. Für analog war es schon klasse."

Auch "Puppenstars"-Juror Max Giermann ist begeistert von "Half past selber schuld": "Wahnsinn. Hammer. Tim Burton meets Puppenspiel. Das nennt man schwarzes Theater, oder? Also das Comic-hafte ist super lustig und vom Timing perfekt gespielt." Als Max Giermann nach einem Sternchen für die Explosionen des Comic fragt, bietet sich Kakerlak an: "Komm, Giermann, ich kann dir einen machen. Dann siehst du ein paar Sternchen." Mit einem breiten Lachen auf dem Gesicht und drei Sternen im Gepäck zieht die Gruppe ins Finale ein.

"Sister Act"-Ordenspuppen rocken mit Spielfreude die Bühne

Die zweite Show von "Die Puppenstars" startet mit Bauchredner Tim Becker und seinem sprechenden Donut, der darüber aufklärt, dass Donuts sich mit Kreisverkehr fortpflanzen und er gerne als Angela-Merkel-Double arbeiten würde – denn seine Mundwinkel gehen ähnlich weit runter wie bei der Kanzlerin. Die Jury ist aber nicht vollends überzeugt, der Donut scheidet aus.

Mit viel Leidenschaft zeigt die Gruppe "Sister Act" aus Holland mit Klappmaulpuppen, was aus Ordensschwestern rauszuholen ist. "Es war sehr gut gemacht. Die Nonne am Klavier war am besten, ganz fantastisch", lobt Martin Reinl. Max Giermann gefällt, das die Spieler samt Puppen während des Singens hinter den Pulten hervorgekommen ist: "Man hat euch eure Spielfreude angesehen. Ich weiß nicht, ob ihr in den Himmel kommt, aber ins Finale." Denn von allen drei Juroren gibt es einen Stern.

Künstlerisch wird es mit "Francois Blanc". Die Puppe, gespielt von dem Holländer Steven Luca Groenen, schafft eine ganz eigene Atmosphäre, die die Jury sehr bewegt. "Ich habe selten gesehen, dass eine Puppe so einmalig ist. Du hast eine ganz intime Welt aufgemacht", lobt Max Giermann. Gaby Köster stimmt zu: "Das ist einfach Poesie gewesen, ich liebe das sehr." Auch Martin Reinl hat der Auftritt gefallen und mit drei Sternen geht's ins Finale.

Dass man zum Puppenspiel nicht immer Puppen braucht, will die "Schlagzeugmaffia" zeigen. Die fünf Musiker haben alle Schlagzeug studiert und stellen dabei selbst die Puppen dar – mit Trommelspiel, Schauspiel und Marionettentheater. Nicht nur das Publikum ist begeistert, sondern auch die Jury. Es gibt drei Sterne – Finale für die "Schlagzeugmaffia".

Von Hollywood ins provinzielle Berlin hat es "Kuh und Katz" aus dem Familienunternehmen "Theater Zitadelle" gebracht. Es entbrennt ein heftiger Streit zwischen den Tieren, der die Jury bestens unterhält. "Das ist eine tolle Geschichte, eine charmante Nummer", urteilt Martin Reinl. Max Giermann und Gaby Köster hoffen, im Finale noch mehr zu sehen – von allen gibt es einen Stern.

"Dundu & Bimbi" aus Stuttgart sind zwei illuminierte Großpuppen. Dundu ist eine fünf Meter hohe Lichtpuppe, die von fünf Personen gesteuert wird. Bimbi ist das weibliche Gegenstück. "Sehr geil", lobt Gaby Köster schon während der Performance der romantischen Geschichte. Vom Publikum gibt's Standing Ovations und vom geflashten Max Gierman ein Urteil, das nicht besser sein könnte: "Gigantisch und spektakulär. Vor allem der Moment, als die riesige Puppe vor uns stand. Wahnsinn." Die Jury vergibt drei Sterne – Finale!

Die Kindertanzgruppe "Tinkabell Puppets" aus Hamburg trägt eigens für diese Performance geschneiderte Kostüme, die zwar wunderschön aussehen und leuchten, doch für die Jury ist das keine Puppen-Nummer. Die Gruppe scheidet aus.

Alles mundgemacht ist bei der A-Capella-Band "Maybebob". Bei den Musikern stellen "gut rasierte Körperteile" die Puppen dar. Die Gruppe singt die ein Medley aus Hits des letzten Jahres. Zwar fühlt sich die Jury unterhalten und Martin Reinl probiert sogar aus, was Musiker gemacht haben – doch weiter kommt die A-Capella-Band nicht.

Die Dance Company "Flowmotion" zeigt Schatten und Silhouetten mit dem menschlichen Körper. Die Tänzer bekommen viel Applaus, doch trotz der akrobatischen Leistung fehlt Jurorin Gaby Köster die Puppe. Kein Finale.

Mit seiner Puppe "Walter" schafft es Puppenspieler Christian Vesper, sein Stottern zu überwinden. "Walter" hat er allerdings ein Lispeln verpasst – und der rockt mit einem selbstgeschriebenen Song die Bühne. Eigentlich aber sucht "Walter" eine Freundin und fragt Gaby Köster, ob sie seine Freundin werden möchte. Von der Jury gibt es drei Sterne."

Emotional wird es mit Wensley Pique, der die Jury mit seiner Darbietung berühren möchte: "Eine Puppe ist nicht lebendig. Ich möchte ihr eine Seele geben und Leben einhauchen. Das ist wie Magie." Und magisch wird es auch, als er zu der Puppe tritt – eine alte Frau im Rollstuhl – und sie weiter mit Lebensfreude erfüllen will. "Es war traurig, es war bewegend, traurig … Ich hatte Pipi in den Augen", gibt Max Giermann zu. Gaby Köster meint: "Ich hätte gerne so einen Pfleger wie dich gehabt." Doch für Martin Reinl fehlte etwas – und so zieht Wesley nicht ins Finale ein.

Mit der zwei Meter großen Stabfigur "Eumel" wollen fünf Berliner Spieler überzeugen – doch sie können nicht bei allen punkten. "Eumel" schafft es nicht ins Finale – genauso wie "Die Geissens"-Puppen, die eine Neuaufführung von Loriots "Herren im Bad" wagen, aber kaum ankommen. Moses Mwanjelwa lässt bei den "Puppenstars" zwar den King of Pop wieder auferstehen und tanzt mit einer Michael-Jackson-Puppe auf der Bühne – die ihm auf den Körper genäht wird. Doch der Jury fehlt bei der in Fachkreisen "Humanette" genannten Puppe etwas und Moses scheidet aus. Burkhard Bering möchte sich mit seinen selbstgebauten Puppen in der Stand-up-Comedy-Szene einen Namen als Wort-Akrobat machen. Mit seinem subtilen Witz kann er aber nicht punkten und scheidet aus.

Die Mitglieder der Berliner "Puppetmastaz" verbinden Hip Hop mit Handpuppenspiel unter ihrem Chef Mr. Maloke, einem Maulwurf mit großem Zylinder. "Ich finde das sehr gut, das hat mir sehr gefallen. Von mir gibt's einen Stern", lobt Gaby Köster. Auch die beiden Herren geben einen Stern und die Rapper ziehen ins Finale ein.

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