Die Pest in Madagaskar breitet sich weiter aus: Zahl der Pesttoten steigt auf über 100

25. Oktober 2017 - 19:56 Uhr

Der Großteil leidet an der lebensbedrohlichen Lungenpest

Betroffene bekommen Fieber, merkwürdige Beulen am ganzen Körper und kurz darauf sterben sie. Die Pest, auch bekannt als der 'Schwarze Tod', ist noch lange kein Relikt der Vergangenheit. Vor allem auf Madagaskar kommt es immer wieder zu Ausbrüchen. Die Zahl der Toten ist auf 107 gestiegen. Mehr als 1.100 Menschen hätten sich mit der Krankheit infiziert, knapp 700 davon hätten bislang geheilt werden können, teilte das Gesundheitsministerium mit. Der Großteil der Erkrankten leide an der hochgefährlichen Lungenpest. Unbehandelt führt diese oft innerhalb von 24 Stunden zum Tod.

Jedes Jahr zur Regenzeit werden neue Pest-Fälle registriert

Die Pest tritt nicht zum ersten Mal auf Madagaskar auf. Jedes Jahr zur Regenzeit werden neue Fälle registriert. Meistens handelt es sich dabei um kleinere Ausbrüche der weniger gefährlichen Beulenpest. Durch die vielen Lungenpest-Erkrankten ist die aktuelle Situation deutlich schwerwiegender. Hauptsächlich sind Menschen in ländlichen Regionen betroffen. Experten machen schlechte Hygiene und eine mangelhafte Gesundheitsversorgung vor Ort dafür verantwortlich. Die Epidemie hatte Anfang September begonnen. Die WHO schickte rund 1,5 Millionen Dosen Antibiotika zur Behandlung und Prophylaxe nach Madagaskar.

Was ist die Pest überhaupt? Wie kann man sich infizieren und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Krankheit nach Deutschland kommt? Antworten auf all diese Fragen, finden Sie im Video!