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Die Mannschaft - das Zeugnis: Reus, Gomez und Hector - und viel Schatten

Marco Reus war ein entscheidender Faktor im deutschen Offensivspiel.
Marco Reus war ein entscheidender Faktor im deutschen Offensivspiel.
© dpa, Thanassis Stavrakis, jai

23. Juni 2018 - 22:19 Uhr

Kroos symptomatisch für die ganze Mannschaft

Welch ein Drama: Dank eines Treffers von Toni Kroos in der Nachspielzeit beim 2:1-Sieg gegen Schweden darf die DFB-Elf weiter vom Achtelfinale träumen. Und wie der Siegtorschütze zeigte die gesamte Mannschaft Licht und Schatten. Die Einzelkritik: 

Neuer stark, Rüdiger schwach

Manuel Neuer: Der Kapitän hielt, was zu halten war, und mehr. Beim Gegentreffer war Neuer machtlos. Rettete seine Teamkollegen mit einer grandiosen Rettungstat gegen Berg – Note 2

Joshua Kimmich: Knüpfte zunächst nahtlos an seine schwache Leistung gegen Mexiko an. Desaströse Defensivarbeit, kaum Impulse in der Offensive, steigerte sich aber gegen Ende – Note: 4

Jonas Hector: Ein Lichtblick auf der linken Abwehrseite. In der Abwehrarbeit solide und aufmerksam, im Spiel nach vorne machte der Kölner immer wieder Dampf – Note: 3

Antonio Rüdiger: Der Hummels-Ersatz wirkte wie ein Fremdkörper. Fand überhaupt keine Bindung zum Spiel, sein Zweikampfverhalten war einer WM kaum würdig. Leistete sich zudem eklatante Fehler im Aufbauspiel – Note 6

Jerome Boateng: Präsentierte sich in leicht ansteigender Form. Rettete ein-, zweimal in höchster Not und gewann wichtige Zweikämpfe. Auch in der Offensive fanden seine berüchtigen Diagonalbälle oftmals den Mitspieler. Seine unnötige Gelb-Rote-Karte trübte den Gesamteindruck – Note 4

Reus top - Draxler floppt

Toni Kroos: Eidadaus, der Mittelfeldmotor erwischte einen schlechten Tag. Leistete sich einen völlig unnötigen Fehlpass, der zum 0:1 führte. Erst nach der Pause ließ er seine Klasse in manchen Momenten aufblitzen. Trotz des Siegtreffers viel Schatten und wenig Licht in seinem Spiel – Note 4

Sebastian Rudy (in der 31. Minute für Ilkay Gündogan ausgewechselt): Ohne Note

Ilkay Gündogan (in der 31. Minute für Sebastian Rudy eingewechselt): Nach einer Einwechselung kein wirklicher Faktor im deutschen Spiel. Mitläufer statt Protagonist - Note 5

Marco Reus: An nahezu allen gelungen Angriffsbemühungen beteiligt. Lauf- und risikofreudig. Im Gegensatz zu seinem Mitspielern agierte der Dortmunder mit breiter Brust in seinen Aktionen. Mit mehr Effektivität hätte er das ein oder andere Tor mehr erzielen können - Note 2

Julian Draxler: Ein Total-Ausfall! – Note 6

Mit Gomez kam der Schwung

SOCHI, RUSSIA - JUNE 23:  Mario Gomez of Germany celebrates the winning goal scored by Toni Kroos during the 2018 FIFA World Cup Russia group F match between Germany and Sweden at Fisht Stadium on June 23, 2018 in Sochi, Russia.  (Photo by Alexander
Mario Gomez, seine Hereinnahme hat sich gelohnt
© Getty Images, Bongarts, mw

Thomas Müller: Sein Bemühen in allen Ehren, der WM-Torschützenkönig 2014 fand schlichtweg - wieder einmal - kaum statt. Keine Ideen, keine Impulse - Note 5 

Timo Werner: Ein Aktivposten im Angriff, spulte einige Kilometer ab, wechselte immer wieder die Position, wirkliche Torgefahr strahlte der Leipziger allerdings erneut zu selten aus – Note 3

Mario Gomez (in der 46. Minute für Julian Draxler eingewechselt): Mit ihm kam Schwung ins deutsche Angriffspiel. Allein seine Anwesenheit im gegnerischen Strafraum belebte das Offensivspiel. Wo es brannte, war er in der Nähe - Note 2

Julian Brandt (in der 88. Minute für Jonas Hector eingewechselt): Kaum auf dem Platz und wieder brandgefährlich - zweiter Aluminiumtreffer im zweiten Spiel (im nächsten Spiel sollte es klappen) - Ohne Note

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