Die HPV-Impfung schützt nachweislich gegen Gebärmutterhalskrebs

© iStockphoto, Pavel Horak

9. Mai 2018 - 17:56 Uhr

Die Impfung zeigt keine schweren Nebenwirkungen

Es ist bewiesen: Die Impfung gegen Humane Papilloma-Viren (HPV) schützt junge Frauen wirksam vor Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs. Frauen, die im Alter zwischen 15 und 26 Jahren geimpft werden - haben laut einer Daten-Auswertung - ein geringeres Risiko solche Krebsvorstufen zu entwickeln. Die Impfung habe keine schweren Nebenwirkungen und das Risiko für Fehlgeburten erhöhe sich auch nicht.

266.000 Frauen sterben jährlich an Gebärmutterhalskrebs

Die 'Cochrane Library' - ein Informationsportal für evidenzbasierte Medizin - sichtete für die Meta-Untersuchung die Ergebnisse von 26 Studien weltweit. Mehr als 73.400 Frauen aus allen Kontinenten hatten über dreieinhalb bis acht Jahre lang daran teilgenommen. Weltweit bekommen jährlich etwa 528.000 Frauen die Diagnose Gebärmutterhalskrebs, 266.000 sterben sogar daran.

Auch für junge Männer ist diese Impfung ratsam, da sie sonst durch HPV an Peniskrebs erkranken könnten. Welche Impfungen Ärzte außerdem empfehlen, erfahren Sie hier.

Was ist das für eine Impfung?

Gebärmutterhalskrebs entsteht über die Infektion mit bestimmten HP-Viren, die über die Haut oder Schleimhäute übertragen werden. Mittlerweile sind über 200 verschieden Typen von HPV-Viren bekannt. Man bemerkt eine Infektion mit HPV meist nicht, sie verursacht keine Beschwerden und heilt meist von alleine aus. In seltenen Fällen führt die Infektion aber zu einer Krebserkrankung.

Mittlerweile sind laut dem Portal 'gesundheitsinformation.de' noch zwei Impfstoffe auf dem deutschen Markt: Cervarix und Gardasil 9. Der Stoff Cervarix wirkt ausschließlich gegen HPV 16 und 18 – diese Viren lösen in 60 bis 70 Prozent der Fälle Gebärmutterhalskrebs aus. Bietet aber keinen Schutz vor Feigwarzen. Gardasil 9 schütze vor insgesamt 9 HP-Viren (inklusive Feigwarzen), die für etwa 75 bis 90 Prozent der Krebserkrankungen verantwortlich sind.

Zahlt die Krankenkasse die HPV-Impfung?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die HPV-Impfung von Mädchen und jungen Frauen im Alter zwischen neun und 14 Jahren. Bisher ungeimpfte Mädchen können dies bis zu ihrem 17. Lebensjahr nachholen. Erwachsene Frauen, Jungen und Männer müssen die Kosten meist selber tragen. Laut dem 'Krebsinformationsdienst' betragen die Kosten der drei Einzeldosen für den Impfstoff ca. 480 Euro. In Einzelfällen oder bei Vorbelastungen in der Familie kann es aber sein, dass die jeweilige Krankenkasse ein Auge zudrückt.