20. April 2019 - 14:43 Uhr

Ein Patient musste noch im Krankenhaus bleiben

Drei Tage nach dem verheerenden Busunglück auf Madeira kehren die ersten deutschen Überlebenden in die Heimat zurück. Sie werden mit einem Special-Airbus der Bundeswehr von der Inselhaupstadt funchal aus nach Köln flogen. An Bord sind 15 Verletzte, teilte das Auswärtige Amt mit.

Unglücks-Ursache wird noch ermittelt

20.04.2019, Portugal, Madeira: Ein Verletzter wird am Samstag auf dem internationalen Flughafen Funchal, der Hauptstadt der portugiesischen Insel Madeira, in ein Flugzeug der deutschen Luftwaffe gebracht. Der Airbus der deutschen Luftwaffe soll die V
Nach dem Busunglück auf Madeira - Rücktransport der Verletzten
© dpa, Armando Franca

Eine weiterere deutscher Patientin könne aus medizinischen Gründen noch nicht nach Deutschland gebracht werden, berichteten portugiesische Medien.

29 Insassen des Reisebusses waren bei dem Unglück am Mittwochabend ums Leben gekommen, 27 hatten Verletzungen erlitten. Die meisten stammten aus Deutschland.

Ihr Fahrzeug war aus noch immer nicht geklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen, hatte sich an einem Abhang überschlagen und war in ein Wohnhaus gestürzt. Der Unfall ereignete sich nur wenige Minuten, nachdem der Bus vom Hotel "Quinta Splendida" in dem Ort Caniço nahe Funchal abgefahren war.

Als mögliche Auslöser der Katastrophe gelten entweder ein eingeklemmtes Gaspedal oder ein Bremsversagen.

Airbus A310 MedEvac - die fliegende Intensivstation der Bundeswehr

Airbus A310 MedEvac
Airbus A310 MedEvac der Luftwaffe auf dem militärischen Teil des Flughafens Tegel.
© deutsche presse agentur

Die Luftwaffe bezeichnet die Maschine als "wichtiges Glied in der Rettungskette zur medizinischen Evakuierung schwer und schwerst verletzter Personen über große Distanzen".

  • 44 Patienten können liegend transportiert werden.
  • Bis zu sechs Plätze für intensivmedizinische Behandlung.
  • 38 weitere Liegeplätze
  • Für 16 Patienten verstärkte medizinische Überwachung mit Monitoren möglich.
  • Maximale medizinische Besatzung: 25 Personen.

Die Luftwaffe hält auf dem Flughafen Köln-Wahn immer einen MedEvac-Airbus in 24-Stunden-Bereitschaft.