Die 2 – Gottschalk & Jauch gegen ALLE: Die Spendenziele

3. Februar 2014 - 23:25 Uhr

Das Spendenziel von Günther Jauch: AMCHA Deutschland e.V.

AMCHA Deutschland unterstützt das gleichnamige "Israelische Zentrum für psychosoziale Hilfe für Holocaust-Überlebende" und engagiert sich für die nichtmaterielle, psychosoziale und präventiv ausgerichtete Unterstützung für Überlebende des Holocaust.

Sehr lange gab es für die Überlebenden des Holocaust in Israel keine psychotherapeutischen Angebote zur Bewältigung ihrer teils sehr schweren Traumata; schwere Depressionen, seelischen Zusammenbrüche, Angstzustände und schwerwiegende psychische und daraus resultierende physische Probleme traten vermehrt auf. Aus diesem Grund wurde 1987 mit AMCHA eine einzigartige Organisation von Holocaust-Überlebenden für Holocaust-Überlebende gegründet, um diesen sowie deren nachfolgendenden Generationen bei der Bewältigung ihrer Traumata zur Seite zu stehen.

Das Ausscheiden aus dem Berufsleben, der Verlust von Ehepartnern und engen Freunden, der Wegzug der Kinder und zunehmendes Alter führen dazu, dass lange verdrängte traumatische Erfahrungen, wie sie die allermeisten der AMCHA-Klienten während des Holocaust erlebten, mit brutaler Wucht ins Bewusstsein zurückkehren.

Das Spendenziel von Thomas Gottschalk: "Offene Schule Köln"

Thomas Gottschalk unterstützt die "Offene Schule Köln". Sie ist eine inklusive Gesamtschule in Köln-Rodenkirchen. Kinder mit und ohne Behinderung lernen in der Offenen Schule Köln gemeinsam. Aus der Ersatzschulfinanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen werden nur 87% der Kosten einer öffentlichen Schule übernommen. Die Offene Schule Köln erhebt kein Schulgeld, damit alle Kinder an der Schule unterrichtet werden können. Für den Rest und alle Kosten des besonderen Konzepts der Schule muss der Schulträger aus Spenden selbst aufkommen.

Im Jahr 2009 fand sich im Netzwerk Inklusive Schule Köln e.V. eine Gruppe von Eltern und Pädagogen zusammen, um etwas zu schaffen, was es so noch nicht gab: Eine inklusive Schule für Alle, in der jedes Kind individuell gefördert wird, damit es seine Potentiale entfalten und zu dem jeweils höchstmöglichen Schulabschluss geführt werden kann. Eine Schule, von der kein Kind wegen Behinderung, Begabung oder sozialer Herkunft ausgeschlossen wird. Eine Schule, die sich nicht an den Defiziten, sondern an den Stärken der Schüler/innen orientiert und diese gezielt weiterentwickelt. Eine Schule der Vielfalt, in der Anderssein als Geschenk erlebt wird. Und eine lernende Schule, in der sich die ganze Schulgemeinde weiterentwickeln kann: Lehrende, Schüler/innen und Eltern. Am 22.8.2012 begann die Offene Schule Köln (OSK) als staatlich genehmigte Ersatzschule als inklusive Gesamtschule im Aufbau zunächst mit den Jahrgangsstufen 5 bis 10 (Sekundarstufe I). Eine Sekundarstufe II ist in Planung. Im Schuljahr 2013/14 besuchen 150 Schüler/innen, davon 40 mit sogenanntem "sonderpädagogischem Förderbedarf" die Offene Schule Köln. Im Vollausbau wird die Sekundarstufe I 300 Schüler/innen umfassen. Die OSK ist eine gebundene Ganztagsschule. Die Lerngruppen sind altersgemischt (Unterstufe: Jahrgangsstufen 5-7, Mittelstufe: Jahrgangsstufen 8-10).

Bei der Aufnahme der SchülerInnen orientiert sich die Offene Schule Köln an der durchschnittlichen gesellschaftlichen Struktur und sozialen Herkunft der Bevölkerung im Stadtbezirk Rodenkirchen. Bei der Auswahl der SchülerInnen für die Lerngruppen wird eine soziale Ausgewogenheit vorhandener Voraussetzungen, Gaben, Fähigkeiten, Interessen und Neigungen sowie eine Ausgewogenheit der Geschlechter angestrebt.

Die Auswahl der SchülerInnen erfolgt durch die Schulleitung unter Abstimmung mit weiteren MitarbeiterInnen und VertreterInnen des Schulträgers.

Schulträger der Offenen Schule Köln ist die OSK Offene Schule Köln gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Der Mehrheitsgesellschafter ist der "Netzwerk Inklusive Schule Köln e.V.". Weitere Gesellschafter sind der Verein "miteinander leben e.V." und mehrere Privatpersonen.