Dicke Rippe? Van der Vaart tat es "schon weh"

© Bongarts/Getty Images, Bongarts

13. November 2013 - 11:26 Uhr

9. Spieltag: Alle Stimmen im Überblick

Hamburger SV - VfB Stuttgart 3:3

Bert van Marwijk (Trainer HSV): "Ich wollte gewinnen. Mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben, kann ich aber sehr zufrieden sein. Es war ein sehr schnelles Spiel, wir haben unglaublich schöne Angriffe gehabt und hätten eigentlich verdient gehabt zu gewinnen. An der Defensive müssen wir arbeiten, aber die Organisation trotz drei Gegentoren hat gestimmt."

Oliver Kreuzer (Sportvorstand HSV): "Die Mannschaft hat Spielfreude gezeigt, hat sich nur nicht selbst belohnt. Das hat Lust gemacht auf mehr."

Thomas Schneider (Trainer VfB): "Es war sehr emotional und für die Fußballfans ein Highlight in dieser Saison. Für uns nicht. Wir haben es nach den Führungstreffern verpasst nachzulegen. Ich habe über 90 Minuten ein leistungsgerechtes Unentschieden gesehen."

Fredi Bobic (Sportvorstand Stuttgart): "Für die Fans sind sechs Tore fantastisch, die Verantwortlichen sind frustriert, weil so viele Fehler passiert sind. Wir waren dreimal in Führung, dann müssen wir auswärts auch das Spiel gewinnen."

Bobic zur Roten Karte gegen Antonio Rüdiger nach Tätlichkeit gegen Rafael van der Vaart: "Das darf er natürlich nicht machen, das ist Schwachsinn."

Rafael van der Vaart (HSV): "Er hat mich in die Rippen gehauen, es tat schon weh."

FC Augsburg - VfL Wolfsburg 1:2

Markus Weinzierl (Trainer FCA): "Effektivität ist in der Bundesliga gefragt, die haben wir heute nicht gezeigt und deshalb verdient verloren."

Tobias Werner (Torschütze FCA): ""Es war ein sehr intensives Spiel mit einer überragenden Viertelstunde von uns. Dann geben wir das Spiel aus der Hand. Der Frust steckt ziemlich tief."

Klaus Allofs (Sportdirektor Wolfsburg): "Wir haben ein bisschen Anlauf gebraucht, nach der Niederlage gegen Braunschweig aber klaren Kopf bewahrt."

Dieter Hecking (Trainer Wolfsburg): ""Wir haben die Derby-Niederlage gegen Braunschweig 14 Tage mit uns rumgetragen. Das waren keine angenehmen 14 Tage. In den ersten 20 Minuten hat man gesehen, dass eine Spur Verunsicherung dabei war. Danach hat die Mannschaft gezeigt, was sie kann."

Luiz Gustavo (Siegtorschütze Wolfsburg): "Ich bin nicht erleichtert, ich bin glücklich. Ich weiß, was ich kann."

FC Bayern München - Mainz 05 4:1

Pep Guardiola (Trainer FC Bayern): "Ich mag es nicht, wenn wir spielen wie in der ersten Halbzeit. Wir müssen lernen, so zu spielen, wie wir auswärts spielen. Zu Hause haben wir immer diese Probleme. Ich kann den Leuten doch nicht sagen, dass sie hier erst zur zweiten Halbzeit herkommen können. Wir müssen besser spielen."

Thomas Tuchel: "Wenn du in den VW-Käfer Baujahr '70 steigst, solltest du nicht davon träumen, dass du in der Formel 1 gewinnst. Wir haben gestern zum ersten Mal mit der Mannschaft über die neue Grundordnung gesprochen, und ich war sehr angetan davon, mit welcher Lust sie das bis spät in die Nacht aufgesaugt hat. Wir haben sehr mutig nach vorne verteidigt. Für ein besseres Ergebnis hätten wir unsere Konterchancen nutzen müssen."

Borussia Dortmund - Hannover 96 1:0

Jürgen Klopp (Trainer Dortmund): "Ich bin total zufrieden. Wir wussten, dass das heute total schwer wird. Wir hatten einen guten Start, doch dann wurden wir schwächer und haben uns zu sehr auf das Spiel von Hannover eingelassen. Für mich war entscheidend, dass die Jungs mit unserer Situation gut umgehen. Wir können anders Fußball spielen und werden das auch."

Mirko Slomka (Trainer Hannover): "Wir haben in der vierten Minute einen schwerwiegenden Fehler gemacht. Trotzdem fahren wir mit einem guten Gefühl nach einer guten Leistung nach Hause. Aber das zählt alles nicht, leider haben wir keinen Punkt geholt."

Eintracht Braunschweig - Schalke 04 2:3

Torsten Lieberknecht (Trainer Braunschweig): "Wenn du ein Spiel auf diese Weise verlierst, ist das ein Schlag. Aber kein Rückschlag. Meine Mannschaft hat fast nahtlos an die Leistung von Wolfsburg angeknüpft. Leider haben wir die Gegentore zu früh bekommen und konnten das Ergebnis nicht über die Zeit bringen. Wir werden uns aber von dieser Niederlage erholen und gegen Mainz wieder angreifen."

Jens Keller (Trainer Schalke): "Ich bin wahnsinnig glücklich, dass wir diesen glücklichen und dreckigen Sieg eingefahren haben. Wir lagen zweimal zurück, da kann ich die Moral meiner Mannschaft nur hervorheben. Es freut mich, dass wir mit dem wohl jüngsten Team, das Schalke jemals auf dem Platz hatte, gewonnen haben. Zudem haben zwei Youngster die Tore gemacht."

Favre hadert: "Unglaubliche Bälle verloren"

Eintracht Frankfurt - 1. FC Nürnberg 1:1

Armin Veh (Trainer Frankfurt): "Der Punkt ist viel zu wenig. Wir haben die erste Halbzeit total dominiert. Die Mannschaft hat dann aber versucht, das Ergebnis zu verwalten. Das geht nie gut. Bei Alexander Meier sieht man, dass ihm noch die Spielpraxis fehlt."

Roger Prinzen (Interimstrainer Nürnberg): "Der Punkt war mehr als verdient. Die Mannschaft hatte sich viel vorgenommen. Ich wollte meinen Teil dazu beitragen. Ich habe gewusst, dass Qualität da ist. Wir haben versucht, ein Wir-Gefühl zu entfachen."

Werder Bremen - SC Freiburg 0:0

Robin Dutt (Trainer Bremen): "Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass wir das mit dem ersten 0:0 hinkriegen - hat prompt geklappt. Mir haben einige Sachen in unserem Spiel gefallen, andere nicht. Defensiv sind wir auf einem guten Weg. Gegen Freiburg musst du 90 Minuten an die Kante gehen, in der zweiten Hälfte hatte ich aber Sorgen, dass die Partie kippen könnte. Werder hat den Anspruch, zu Hause zu gewinnen. Wir hätten den Sieg verdient gehabt."

Christian Streich (Trainer Freiburg): "Wir wollten uns nicht verstecken, das ist uns phasenweise gelungen. Wir hatten Chancen, Bremen aber natürlich auch - und dass wir einen guten Torwart haben, wissen wir schon lange. Das Unentschieden geht in Ordnung. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen."

Hertha BSC - Borussia Mönchengladbach 1:0

Jos Luhukay (Trainer Hertha): "Das war ein sehr intensives Spiel. Wir haben unser Spielsystem etwas verändert, wollten einen starken Block bilden. Gut, dass die Mannschaft heute auch defensiv Qualität gezeigt hat. Wir konnten die starke Gladbacher Offensive gut ausschalten. Den Tabellenplatz sehe ich nur als eine Phase in dieser Saison an. Die Fans und die Stadt sind sicher euphorisch, das können sie auch sein. Aber wir konzentrieren uns nur auf das nächste Spiel."

Lucien Favre (Trainer Gladbach): "In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt, in der zweiten dagegen nicht. Wir haben viele, unglaubliche Bälle verloren und uns nicht für die einfachen Lösungen entschieden."