Luftqualität bei Australian Open

Lungenarzt erklärt mögliche, schlimme Folgen

14. Januar 2020 - 20:36 Uhr

Verheerende Luftqualität in Victoria

Die gravierenden Buschbrände in Australien haben weiterhin große Auswirkungen auf die Luft des Kontinents – der Austragungsort der Australian Open im Bundesstaat Victoria ist dabei besonders belastet. Bereits in der Qualifikationsrunde zu den "Happy Slams" musste die Slowenin Dalila Jakupovic ihr Match aufgrund massiver Atembeschwerden aufgeben. Wir haben einen Lungenfacharzt zu dem Thema befragt, seine Antworten sehen Sie oben im Video.

Lungenarzt: "Selbst gesunde Menschen sind gefährdet"

Norbert K. Mülleneisen ist Facharzt am Asthma- und Allergiezentrum Leverkusen, er warnt vor den Folgen der schlechten Luft am Austragungsort Melbourne: "Die Konzentration (der Schadstoffe Anm. d. Red.) ist so hoch, dass selbst Menschen ohne Asthma-Veranlagung dadurch extrem gefährdet sind. Gerade in der Region um Melbourne ist das besonders eklatant."

Dies treffe die Sportler besonders hart. Da ihre Lungen fast immer im maximalen Auslastungsbereich arbeiten, habe schlechte Luft einen besonders starken Einfluss auf die Leistungsfähigkeit der Sportler, erläuterte Mülleneisen.

Verschiebung der Australian Open kein Thema

Trotz der gesundheitlichen Risiken haben die Veranstalter eine Verschiebung des Turniers ausgeschlossen. Man wisse aber um die Verantwortung, die man für die Gesundheit der Tennisspieler habe. Im Notfall möchte man in Hallen und überdachte Stadien ausweichen, auch wenn diese die eigentlich benötigte Kapazität an Feldern nicht decken.