Berliner können ihre Pakete bald im Freien abgeben

DHL testet mobile Paketshops in der Hauptstadt

Eine Dame mit einem Hund gibt bei Mitarbeitern beim DHL-Paketbus ein Paket ab während eines Presse- und Fototermins zur Präsentation der Busse. An mehreren Berliner Standorten stehen die Busse den Bürgerinnen und Bürgern als DHL-Paketshops zur Verfügung.
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18. November 2020 - 14:08 Uhr

An Weihnachten knubbelt's sich in den Paketshops

An Weihnachten wollen Millionen Bundesbürger ihren Liebsten etwas Schönes schenken und versenden ihre Präsente mit den verschiedenen Paketdienstleistern, aber hauptsächlich mit der DHL. Die Konsequenz: Im Monat Dezember knubbeln sich die Menschen vor den DHL-Paketshops  und den Postfilialen. Das könnte in Corona-Zeiten gegebenenfalls zu meterlangen Schlangen im Freien führen. Die DHL will deswegen jetzt in Berlin den Paketshop auf Rädern testen.

Kundenströme entzerren und Infektionen verhindern

Berliner können in diesem Jahr ihre Weihnachtspakete auch an mobilen Paketshops im Freien abgeben und abholen. Mit den sogenannten Paketbussen will DHL die Kundenströme entzerren und so Infektionen mit dem Corona-Virus verhindern, wie das Unternehmen ankündigte. In dem bundesweit einzigartigen Pilotprojekt sollen Paketbusse tagsüber an mehrere exponierte Standorte der Hauptstadt fahren. Das Projekt läuft bis Mitte Januar und wird vom Land Berlin unterstützt.

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Michael Müller (SPD, l), Berlins Regierender Bürgermeister, und Michael Heimbokel, Geschäftsbereichsleiter Betrieb Ost bei der Deutschen Post DHL, nehmen an der Vorstellung der DHL-Paketbusse für Berlin teil.
Michael Müller (SPD, l), Berlins Regierender Bürgermeister, und Michael Heimbokel, Geschäftsbereichsleiter Betrieb Ost bei der Deutschen Post DHL, nehmen an der Vorstellung der DHL-Paketbusse für Berlin teil.
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Dieses Jahr werden es wohl 420 Millionen Weihnachtspakete

Weil die Deutschen immer mehr online kaufen, wächst Jahr für Jahr die Zahl der Pakete auch zur Weihnachtszeit. In diesem Jahr rechnet die Branche mit noch stärkeren Zuwächsen wegen der Corona-Seuche. Bundesweit sind tausende zusätzliche Arbeitskräfte im Einsatz. Sie müssen nach Prognose des Bundesverbands Paket und Expresslogistik im November und Dezember etwa 420 Millionen Pakete zustellen, ein Fünftel mehr als im Vorjahreszeitraum.


Quelle: DPA

GUT ZU WISSEN: DHL-Pakete automatisch umleiten lassen

Wer in der Nähe seiner Wohnung oder seines Arbeitsplatzes eine Packstation hat, dürfte den Dienst sicher gerne in Anspruch nehmen, sich einzelne Pakete statt nach Hause in die Kästchen der öffentlichen Schließfächer von DHL schicken zu lassen. Das ist vor allem praktisch, wenn man mal zu Hause ist, mal nicht. Wer seine nach Hause gelieferten Pakete jedoch (fast) immer verpasst, kann auch alle Pakete automatisch in eine Wunsch-Packstation oder -Postfiliale schicken lassen – egal, welche Adresse auf dem Paket selbst steht.