DGB: Auszubildende müssen in Coronakrise geschützt werden

Sandro Witt vom DGB Hessen-Thüringen. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
© deutsche presse agentur

18. März 2020 - 12:30 Uhr

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat Unternehmen davor gewarnt, in der Coronakrise ihre Auszubildenden zu vernachlässigen oder sogar zu entlassen. "Auszubildende sind keine Beschäftigten oder Angestellte, sondern befinden sich in einem besonders schutzbedürftigen Lernverhältnis im Unternehmen oder Betrieb", erklärte der DGB-Vize von Hessen-Thüringen, Sandro Witt, am Mittwoch in Erfurt. Alle ausbildenden Unternehmen sollten überprüfen, welche Möglichkeiten im Sinne der Azubis genutzt werden können.

Witt warnte davor, Ausbildungsverhältnisse zu beenden, da damit die Zukunft der jungen Menschen und auch die Fachkräftesicherung für die Betriebe verspielt würden. Sollten Auszubildende mit ins Kurzarbeitergeld genommen werden, benötigten sie Aufzahlungen bis zum aktuellen Niveau ihrer Vergütungen, verlangte der Gewerkschafter.

Quelle: DPA