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DFB: WM-Boykott kommt trotz Giftanschlag und Syrien nicht in Frage

Reinhard Grindel, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), spricht am 15.09.2017 während einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main (Hessen). Der DFB hat die zehn Spielorte für die EM-Bewerbung 2024 bekanntgegeben. Foto: Arne Dedert/dpa +++(c) d
Reinhard Grindel und der DFB setzen auf den Dialog statt auf Boykott © dpa, Arne Dedert, ade nic

DFB-Boss Reinhard Grindel setzt auf den Dialog

Reinhard Grindel ist gegen einen Boykott der WM in Russland. "Der DFB setzt auf Dialog. Brücken zwischen den Menschen müssen die Kriege der Mächtigen überwinden", sagte der DFB-Boss der 'Bild'.

Lässt England die WM sausen?

Zuvor hatte Großbritanniens Außenminister Boris Johnson einen Boykott des Turniers der englischen Nationalmannschaft angedeutet. Hintergrund sind mögliche Verstrickungen Russlands in den Giftanschlag auf einen Ex-Doppelagenten auf britischem Boden sowie die Teilnahme russischer Streitkräfte im Syrien-Krieg.

Premierministerin Theresa May verkündete bereits, dass  weder Regierungsmitglieder noch Vertreter des Königshauses zur Endrunde reisen sollen.

Boykott würde nichts ändern

Grindel jedoch will den Konflikt mit dem Riesenreich nicht auf die sportliche Ebene tragen, sondern die deeskalierende Wirkung des Sports nutzen. Denn ein Boykott würde keine Änderung der Lage bewirken, "vielmehr haben die Spiele in Südkorea aktuell gezeigt, dass Sport deeskalierend und völkerverbindend wirken kann", sagte der 56-Jährige mit Blick auf die politische Situation auf der koreanischen Halbinsel rund um die Winterspiele in Pyeongchang.

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