25 Prozent auf Geldstrafen

DFB-Sportgericht gewährt Bundesligisten Corona-Rabatt

Green Carpet - DFB Cup Final 2017
© Bongarts/Getty Images, Bongarts, mc

14. August 2020 - 19:16 Uhr

Eintracht Frankfurt profitiert am meisten

Das DFB-Sportgericht hat bei seinen neuesten Urteilen wegen Fanvergehen den Bundesligisten einen Corona-Rabatt von 25 Prozent gewährt. Davon profitieren Eintracht Frankfurt, der VfB Stuttgart, Bayer Leverkusen und Fortuna Düsseldorf. Alle Verfahren waren noch aus dem zweiten Halbjahr 2019 anhängig.

Verband nimmt Rücksicht auf die Finanzlage der Vereine

"Dies geschieht in Zeiten der Corona-Pandemie deshalb, weil die Clubs gerade durch fehlende Zuschauer-Einnahmen derzeit finanzielle Einbußen in nicht unerheblichem Maße hinnehmen müssen", erklärte der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz. Anfang Juni hatten Kontrollausschuss und Sportgericht im Interesse der Clubs sämtliche Verfahren eingestellt, die aus dem Corona-Jahr 2020 datierten.

Den betroffenen Vereinen wurde außerdem angeboten, ein Drittel der Strafe für sicherheitstechnische und infrastrukturelle Maßnahmen zu verwenden. Eintracht Frankfurt wurde deshalb zu einer Geldstrafe von 75.000 Euro statt 100.000 Euro verurteilt. Die Partie am 2. Dezember 2019 beim FSV Mainz 05 wurde mit zehnminütiger Verspätung angepfiffen, weil Gäste-Anhänger Pyrotechnik abgebrannt hatten.

Auch Leverkusen, Stuttgart und Düsseldorf sparen Geld

36.000 Euro Geldstrafe muss Bayer Leverkusen bezahlen: Im Spiel beim 1. FC Köln am 14. Dezember wurden im Leverkusener Block pyrotechnische Gegenstände abgebrannt. Wegen ähnlicher Vorfälle in der Begegnung am 21. Dezember 2019 bei Hannover 96 wurde der damalige Zweitligist VfB Stuttgart zu einer Strafe von 25.000 Euro verurteilt. Fortuna Düsseldorf (3. November gegen den 1. FC Köln) muss wegen Bengalisicher Feuer 19.500 Euro bezahlen.