Schalke-Modell nicht zielführend

DFB-Präsident Fritz Keller spricht sich gegen Gehaltsobergrenze aus

DFB Press Conference
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11. Juli 2020 - 15:33 Uhr

Schalke führte Obergrenze bereits ein

DFB-Präsident Fritz Keller hat sich gegen eine Obergrenze für das Gehalt von Fußballprofis ausgesprochen und damit indirekt die Entscheidung von Schalke 04 kritisiert, den Lohn der Spieler zu deckeln. Bezüglich Finanzschwierigkeiten kennt sich der DFB-Boss wegen seiner Vergangenheit im Sport bestens aus.

Keller: Gehaltsobergrenze "nicht umsetzbar"

Bei "SWR Sport" schmetterte Keller das Modell der Schalker nieder: "Das ist nicht umsetzbar." Stattdessen müsse eine solche Regelung vom jeweiligen Eigenkapital abhängig gemacht werden: "Wenn du mehr erwirtschaftest, wenn du mehr sparst, kannst du auch mehr ausgeben. Aber du kannst nur so viel ausgeben, wie du einnimmst."

Der 63-Jährige forderte ein Nachhaltigkeitskonzept, das den Fußball in all seinen Facetten stabil hält: "Und zwar Nachhaltigkeit im klassischen Sinne: Ökonomisch, ökologisch und sozial verträglich. Die Zeit ist reif."

Viele Clubs wirtschaften nicht vorausschauend

Durch die Coronakrise waren viele Clubs aus den Profiligen in existenzielle finanzielle Not geraten. Das liegt laut Keller daran, dass nicht in jedem Verein vorausschauend gewirtschaftet und genug Rücklagen gebildet wurden.

In seiner Zeit als Präsident des SC Freiburg war das Geld stets rar gesät, doch der Club habe für schwierige Zeiten immer eine gewisse Summe "unters Kopfkissen gelegt". "Diese Krise ist eine Chance, daran etwas zu ändern", ist sich der DFB-Hauptverantwortliche sicher. Keller selbst wolle derweil in seiner Position dafür kämpfen, dass die Vereine nachhaltiger wirtschaften.