RTL News>Sport>

DFB-Pokal: Trainer Herrlich mit peinlicher Schwalbe - Leon Bailey glänzt erneut

DFB-Pokal: Trainer Herrlich mit peinlicher Schwalbe - Leon Bailey glänzt erneut

Fussball, DFB Pokal, Saison 2017/2018, Achtelfinale, Borussia Mönchengladbach-Bayer 04 Leverkusen, 20.12.2017, Stadion im Borussia Park,Mönchengladbach, Heiko Herrlich, Trainer, Bayer 04 Leverkusen *** Football DFB Cup season 2017 2018 eighths final
Eingefangen von zig Kameras ging Bayer-Coach Heiko Herrlich theatralisch zu Boden.
imago sportfotodienst, imago/Chai v.d. Laage, Gladys Chai von der Laage

Werder setzt sich gegen Freiburg durch

Nach Schalke, Wolfsburg, Mainz und Paderborn sind auch Werder Bremen und Bayer Leverkusen ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Vor dem Mega-Duell zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund bezwang Bremen den Sportclub mit 3:2, Leverkusen setzte sich im Derby mit 1:0 in Gladbach durch, feierte Matchwinner Leon Bailey und Heiko Herrlich entschuldigte sich.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt der externen Plattformtwitter, der den Artikel ergänzt. Sie können sich den Inhalt einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden. Weitere Einstellungenkönnen Sie imPrivacy Centervornehmen.

Bayer feiert Bailey - Herrlich "sah sicher blöd aus"

Bayer Leverkusen hat dank 'Reggae Boy' Leon Bailey zum Abschluss eines turbulenten Jahres 1:0 (0:0) beim Rheinrivalen Borussia Mönchengladbach gewonnen und machte sich vier Tage vor Heiligabend ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk. Der Jamaikaner Bailey (70.) erzielte in einer temporeichen Partie das Goldene Tor für die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich an dessen alter Wirkungsstätte. Der 20-jährige Bailey hatte schon am Wochenende beim 4:4 bei Hannover 96 doppelt getroffen , in der Bundesliga-Hinserie war er an zehn Treffern direkt beteiligt gewesen. Bayer steht damit zum vierten Mal in fünf Jahren in der Runde der letzten Acht und baute seine Serie auf 14 Pflichtspiele ohne Niederlage aus.

Ein fragwürdiges 'Highlight' der Partie gab es in Minute 76: Als Gladbachs Denis Zakaria den Ball aus dem Seitenaus holen wollte und dabei Bayer-Coach Herrlich leicht touchierte, ließ dieser sich zeitverzögert übertrieben fallen. "Der Ball kam auf mich zu, ich lasse ihn durch die Beine, damit Gladbach nicht schnell einwerfen kann. Das hätte ich nicht machen brauchen, das war Blödsinn. Dann touchiert Zakaria mich leicht, ich rutsche weg. Das sah sicher blöd aus", reflektierte Herrlich. Der DFB teilte mit, er überprüfe die Aktion.

Werder bleibt Pokal-Heimmacht - auch dank fehlendem Videoassistenten

Bremen hat seine Super-Heimserie im DFB-Pokal fortgesetzt. Zwei Tage nach der Beförderung von Florian Kohfeldt zum Cheftrainer zogen die Werderaner mit einem 3:2 (2:1)-Erfolg gegen den SC Freiburg zum 28. Mal ins Viertelfinale ein. Ishak Belfodil (3.), der am vergangenen Wochenende sein erstes Bundesliga-Tor erzielt hatte , Florian Kainz (20.) und Philipp Bargfrede (70.) erzielten Treffer für den abstiegsbedrohten Bundesligisten vor 33.519 Zuschauern im Weserstadion. Der Ex-Bremer Nils Petersen (28./Foulelfmeter) und der Franzose Yoric Ravet (87.) schafften jeweils den Anschlusstreffer. Seit 29 Jahren hat der sechsmalige Cup-Gewinner Werder kein Pokal-Heimspiel mehr verloren, die Grün-Weißen haben nun 37 Siege in Serie geschafft.

Allerdings stand beim dritten Bremer Treffer der überragend aufspielenden Jerome Gondorf im Abseits und griff mit einer Sperre gegen den Freiburger Robin Koch aktiv ins Spielgeschehen ein. Schiedsrichter Guido Winkelmann überstimmte seinen Linienrichter, der die Fahne oben hatte und den Treffer nicht geben wollte. Auf dem Bildschirm im Stadion war das Abseits ziemlich deutlich zu sehen - aber im DFB-Pokal gibt es den Videobeweis erst ab dem Viertelfinale. "Beim 3:1 brauchen wir auch keinen Videobeweis, er ist vollständig unnötig, weil alle im Stadion gesehen haben, was war", motzte Freiburgs Trainer Christian Streich nach der Partie. "Wir sind selber schuld. Aber diese Entscheidung war natürlich Wahnsinn."