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DFB-Pokal: Spiele in NRW zunächst mit 300 Zuschauern

Noch keine sächsischen Verhältnisse im Westen

Pokal-Spiele in NRW mit maximal 300 Zuschauern

DFB-Pokal: Nordrhein-Westfalen bleibt vorsichtig

RB Leipzig plant sein erstes Bundesliga-Heimspiel gegen Mainz 05 am 20.09. vor 8.500 Zuschauern auszutragen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Von solchen Zahlen können die Clubs in Nordrhein-Westfalen zumindest in den Pokal-Spielen in der 1. Hauptrunde (ab dem 11. September) nur träumen.

Zum Bundesliga-Start vielleicht mehr möglich

Laut der am 1. September in Kraft getretenen NRW-Corona-Schutzverordnung bleibt es bei der Vorgabe, nicht mehr als 300 Zuschauer zuzulassen. Die Schutzverordnung gilt zunächst bis zum Ablauf des 15. September. Möglicherweise wird die Beschränkung zum Start der Bundesliga (ab dem 18. September) angepasst. Das ist abhängig von der Entwicklung der Infektionszahlen.

Vereinsbeschäftigte, Mannschaftsbeteiligte, Betreuer, Ordner oder Medienvertreter fallen nicht unter diese Beschränkung. „Im Rahmen des Wettbewerbs sind Rundfunk-Produktionen (TV, Radio, Internet) und dazu auch der Zutritt zu der Wettbewerbsanlage gestattet“, erläuterte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Daraus folge, „dass über 300 Zuschauer hinaus“ zusätzliche Personen auf der Anlage sein dürfen.

„Der Physiotherapeut einer Mannschaft ist kein Zuschauer, weil er seinen Beruf ausübt. Der TV-Redakteur ist kein Zuschauer, weil er für die Fernsehproduktion notwendig ist. Fanclub-Mitglieder oder Angehörige von Profispielern sind dagegen Zuschauer.“

Leipzig: Laschet beklagt Wettbewerbsverzerrung

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kritisierte unfaire Sonderwege. „Natürlich ist das eine Wettbewerbsverzerrung, wenn in einem Stadion 8.000 Zuschauer sind und man einen Heimvorteil hat, und in einem anderen spielt man vor leeren Rängen“, sagte der CDU-Politiker mit Blick auf den Leipziger Plan zum Bundesliga-Auftakt.

„Man braucht in Deutschland vergleichbare Regeln.“ Die Deutsche Fußball Liga (DFL) habe nun die Aufgabe, faire Lösungen für alle 18 Vereine zu erarbeiten. „Es ist jetzt schon ungut, dass eine Stadt es anders machen will“, kritisierte Laschet.

RTL.de/dpa