DFB-Pokal: Schalke ringt mit Kraftakt Köln nieder - Bundesliga-Trio weiter

Ausgerechnet der nicht gerade hoch gewachsene Max Meyer köpft Schalke gegen Köln ins Viertelfinale.
Ausgerechnet der nicht gerade hoch gewachsene Max Meyer köpft Schalke gegen Köln ins Viertelfinale.
© imago/Jan Huebner, Huebner/Bywaletz, imago sportfotodienst

19. Dezember 2017 - 23:24 Uhr

Bundesliga-Trio und ein Drittligist im Viertelfinale

Schalke 04 hat mit einem letzten Kraftakt seine Erfolgsserie fortgesetzt - doch das Pokalmärchen schaffte Drittligist SC Paderborn. Neben den Bundesligisten Schalke 04, VfL Wolfsburg und FSV Mainz 05 zogen auch die Ostwestfalen ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein.

Dank Meyers Kopfballtor: Schalke setzt Erfolgsserie fort

Der FC Schalke 04 hat dank Max Meyer seine starke Hinrunde mit dem Viertelfinal-Einzug im DFB-Pokal gekrönt. Der Mittelfeldspieler erzielte den Siegtreffer per Kopf zum 1:0 (0:0) in einem Geduldsspiel gegen den 1. FC Köln. Damit blieben die in der Bundesliga auf Platz zwei stehenden Königsblauen auch im 13. Pflichtspiel in Serie ungeschlagen. Für die Kölner ist dagegen die total verkorkste Hinrunde komplett. In der Liga abgeschlagen auf dem letzten Platz, folgte nach dem Europa-League-Aus nun auch der Pokal-K.o. auf nationaler Bühne.

Die Rheinländer konzentrierten sich sehr stark auf die Defensive und hofften gelegentlich auf einen Konter. So kam es zu einem unansehnlichen Spiel. Die Schalker besaßen hohe Ballbesitzanteile, fanden aber kaum die Lücke im Kölner Abwehrriegel - ehe Meyer nach einem Eckball mit einer kuriosen Kopfball-Bogenlampe traf.

"Zum Schluss haben ein paar Körner gefehlt. Es gab die eine oder andere Möglichkeit, aber wir haben es nicht gut ausgespielt. Es fehlte ein bisschen was. Eine Scheiß-Niederlage, und wieder unnötig", sagte Kölns Interimscoach Stefan Ruthenbeck. Überglücklich war dagegen Torschütze Meyer, der von einem "verdienten Sieg" sprach und zufrieden Bilanz zog: "Es läuft sehr, sehr gut. Man darf nicht vergessen, wo wir herkommen. Wir sind ein großartiges Team."

Wolfsburg muss in Nürnberg nachsitzen

NUREMBERG, GERMANY - DECEMBER 19: Felix Uduokhai (r) celebrates with teammate Josuha Guilavogui of Wolfsburg scoring his teams first goal during the DFB Cup match between 1. FC Nuernberg and VfL Wolfsburg at Max-Morlock-Stadion on December 19, 2017 i
Wolfsburgs Felix Uduokhai jubelt nach dem erlösenden Treffer zum 1:0 in Nürnberg mit Teamkollege Josuha Guilavogui.
© Bongarts/Getty Images, Bongarts

Der VfL Wolfsburg überwintert trotz einer über weite Strecken schwachen Leistung im DFB-Pokal. Felix Uduokhai (96.) und Daniel Didavi (117.) schossen den lange Zeit harmlosen Bundesligisten zum schmeichelhaften 2:0 (0:0) n.V. beim kampfstarken Zweitligisten 1. FC Nürnberg, der lange Zeit gut mithalten konnte.

Erst in der Schlussphase und zu Beginn der Verlängerung wirkten die 'Wölfe' entschlossener. Nach einer Vorlage von Josuha Guilavogui traf Uduokhai im Nachschuss. Nürnberg ging anschließend die Luft aus. Der ehemalige Nürnberger Didavi machte dann den Deckel drauf.

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Erster Sieg seit einem Monat: Mainz beschenkt sich selbst

Torwart Robin Zentner (1.FSV Mainz 05) hält den Handelfmeter von Dennis Aogo (VfB Stuttgart). Deutschland, Mainz: Fussball, DFB-Pokal Achtelfinale: 1.FSV Main 05 vs VfB Stuttgart am 19.12.2017, Opel Arena. *** Goalie Robin Zentner 1 FSV Mainz 05 keep
Mainz-Torwart Robin Zentner verhindert mit einem gehaltenen Elfmeter gegen Dennis Aogo den Pokal-K.o.
© imago/Hartenfelser, Peter Hartenfelser, imago sportfotodienst

Ausgelassene Karnevalsstimmung kurz vor Weihnachten: Erleichtert feierten die Profis des 1. FSV Mainz 05 den versöhnlichen Jahresabschluss mit dem erstmaligen Einzug in das Viertelfinale des DFB-Pokals seit fünf Jahren. Nach zuvor fünf sieglosen Bundesligaspielen gab es gegen den Ligakonkurrenten VfB Stuttgart ein verdientes 3:1 (0:1) nach 0:1-Rückstand.

Emil Berggreen (62. Minute), Abdou Diallo (71.) und Suat Serdar (90.+3) trafen für das Team von Trainer Sandro Schwarz. Kapitän Christian Gentner (41.) hatte den VfB zuvor in Führung gebracht, danach verschossen die Schwaben beim Stand von 1:0 einen Elfmeter.

​"Wir sind total happy. Viertelfinale? Was ist das denn!", sagte der Mainzer Sportdirektor Rouven Schröder und ergänzte: "Wir waren die bessere Mannschaft und haben eine klasse Mentalität gezeigt." Stuttgarts Andreas Beck war hingegen total bedient: "Mir fehlen die Worte, das war Wahnsinn. Wir hätten dieses Spiel einfach gewinnen müssen."

Paderborn zum ersten Mal im Viertelfinale

Fußball DFB-Pokal Achtelfinale: SC Paderborn 07 - FC Ingolstadt 04 am 19.12.2017 in der Benteler-Arena in Paderborn (Nordrhein-Westfalen). Der Paderborner Torschütze Ben Zolinski feiert seinen Treffer zum 1:0. Foto: Friso Gentsch/dpa +++(c) dpa - Bil
Drittligist Paderborn stürmt ins Pokal-Viertelfinale.
© dpa, Friso Gentsch, frg soe

Das Pokal-Märchen des SC Paderborn geht weiter: Der Spitzenreiter der 3. Fußball-Liga steht erstmals im Viertelfinale des DFB-Pokals. Mit dem FC Ingolstadt verlor erneut ein Zweitligist bei den Ostwestfalen, diesmal mit 0:1 (0:0). Ben Zolinski (56. Minute) erzielte vor 14 800 Zuschauern den entscheidenden Treffer für den letzten verbliebenden Drittligisten im Wettbewerb.

"Das war überragend", lobte SC-Manager Markus Krösche. Schon in den ersten beiden Runden hatte Paderborn die Zweitligisten St. Pauli (2:1) und VfL Bochum (2:0) ausgeschaltet. Und gegen Ingolstadt war es wieder ein aufopferungsvoller Kampf, obwohl die Partie über weite Strecken ausgeglichen war. Ein Klassenunterschied war nicht zu sehen. "Wir waren körperlich überlegen, aber dafür mussten wir auch an unsere Grenzen gehen", sagte Mittelfeldspieler Robin Krauße.