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DFB-Pokal: FC Bayern zieht nach umstrittenem Elfmeter gegen Werder Bremen ins Finale ein

Irres 3:2 gegen Bremen

FC Bayern zittert sich ins Pokalfinale

Werder-Doppelschlag kann FCB nicht stoppen

Der FC Bayern darf weiter vom Double-Gewinn träumen. Der FCB besiegte in einem hitzigen Pokal-Halbfinale Werder Bremen mit 3:2 (1:0) und steht damit im Finale in Berlin. Die Bayern gaben fast eine Zwei-Tore-Führung aus der Hand und profitierten von einem umstrittenen Elfmeterpfiff.

Doppelpacker Lewandowski schießt Bayern ins Finale

Die Bayern halten ihre Chance auf eine erfolgreiche Saison, sprich eine mit Meisterschale und Pokal-Triumph, aufrecht – mussten dafür aber ganz schön zittern. Durch Tore von Robert Lewandowski (36./80.) und Thomas Müller (63.) zieht der FC Bayern ins DFB-Pokalfinale ein. Zwischenzeitlich hatte Werder die Partie binnen einer Minute ausgeglichen.

100 Stunden nach dem Bundesliga-Duell in München (1:0) trafen die beiden Pokal-Rekordfinalisten schon wieder aufeinander – diesmal aber in Bremen. Und es war ein spektakuläres Spiel mit offenem Visier.

Hexenkessel Weser-Stadion

Erstes großes Geschrei schon nach drei Minuten: Jeromé Boateng grätschte Milot Rashica um, traf dabei den Ball, aber auch den Gegenspieler. Sofort war viel Pfeffer im Hexenkessel Weser-Stadion. Angepeitscht von den lautstarken Werder-Fans hielten die Gastgeber dagegen und hatten nach acht Minuten durch Kruse die erste große Chance der Partie. Kurz darauf verpasste Müller per grandiosem Hackentrick die Führung nur hauchdünn. Es entwickelte sich ein offensiver Schlagabtausch, Chancen im Minutentakt.

Für den Führungstreffer benötigten die Bayern aber etwas Glück. Lewandowski staubte in der 36. Minute ab. Eine Kopfball-Kerze von Müller segelte an Freund und Feind vorbei, prallte an den Pfosten. Dann staubte der Pole ab.

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Soccer Football - DFB Cup - Semi Final - Werder Bremen v Bayern Munich - Weser-Stadion, Bremen, Germany - April 24, 2019  Werder Bremen's Milot Rashica celebrates scoring their second goal with team mates            REUTERS/Fabian Bimmer  DFB regulat
Großer Jubel nach dem 2:2 von Werder Bremen
saw, REUTERS, FABIAN BIMMER

Hohes Tempo auch im zweiten Spielabschnitt. In der 63. Minute müllerte es dann. Eine missratener Goretzka-Schuss landete beim Ex-Nationalspieler, der gedankenschnell abschloss. „Berlin, Berlin“, schallte es schon aus dem siegessicheren Bayern-Block.

Dann folgte der kuriose Werder-Doppelschlag: Erst erzielte Yuya Osako (73.) den Anschlusstreffer, nur Sekunden später wuselte sich Rashica durch die Defensivreihen der verdutzen Bayern und netzte zum 2:2. Das Weser-Stadion mutierte endgültig zum Tollhaus. Die nächste Wendung sechs Minuten später: Nach einer leichten Berührung fiel Kingsley Coman im Strafraum zu Boden, Schiedsrichter Daniel Siebert entschied auf Elfmeter - eine überaus harte Entscheidung. Lewandowski behielt die Nerven und schoss den FCB erneut in Führung. Nach dem Schlusspfiff tobte Werder-Stürmer Max Kruse: "Das ist lächerlich. Wenn das ein Elfmeter ist... Wozu haben wir den Videobeweis? Wenn er das nicht sieht, können wir ihn wieder abschaffen."

Durch den Erfolg beendeten die Münchener die starke Serie der Werderaner. Zuvor waren die Grün-Weißen 31 Jahre in Pokal-Heimspielen ungeschlagen geblieben. Im Finale trifft der FCB auf RB Leipzig, das sich schon am Dienstag mit 3:1 gegen den Hamburger SV durchgesetzt hatte .