Saarbrücken kegelt KSC aus dem Pokal

Mit einem Eigentor von Boateng fing es an, Bayern aber trotzdem im Viertelfinale

© Bongarts/Getty Images, Bongarts, DAVO2

07. Februar 2020 - 15:50 Uhr

Bayern im Viertelfinale - Saarbrücken als einziger Amateurclub weiter

Der FC Bayern hat 1899 Hoffenheim im Achtelfinale des DFB-Pokals gerade noch so mit 4:3 (3:1) ausgeschaltet und steht in der Runde der letzten Acht. Eine Sensation schaffte der 1. FC Saarbrücken: Der Viertligist hatte im Elfmeterschießen gegen den Karlsruher SC die besseren Nerven und kegelte den Zweitligisten eiskalt raus.

FC Bayern - 1899 Hoffenheim 4:3 (3:1)

Tore: 0:1 Jerome Boateng (8./ET), 1:1 Benjamin Hübner (13./ET), 2:1 Thomas Müller (20.), 3:1 Robert Lewandowski (36.), 4:1 Lewandowski (80.), 4:2 Munas Dabbur (82.), 4.3 Dabbur (90.+2)

Der FC Bayern erwischte einen unglücklichen Start. Nach einem Abseitstor von Robert Lewandowski klingelte es umgehend auf der anderen Seite. Allerdings traf auch hier ein Münchner. Jerome Boateng (8.) lenkte einen Schuss von Ilhas Bebou ins eigene Netz.

Fünf Minuten später bedankte sich Hoffenheim für das Geschenk der Münchner, ebenfalls mit einem Eigentor. Beim Ausgleich für den FCB war Benjamin Hübner der Unglücksrabe, der eine Flanke von Alphonso Davies ins falsche Tor bugsierte. Thomas Müller (20.) blieb es vorbehalten, als erster Spieler ins gegnerische Tor zu treffen. In typischer Manier vollendete der 30-Jährige aus kurzer Distanz. Noch vor dem Pausentee glückte Robert Lewandowski per Kopf das dritte Münchner Tor – die vermeintliche Vorentscheidung.

Video: Bayern nach Weiterkommen erleichtert

Nach dem Wechsel ließen es die Münchner ruhiger angehen. Müller hätte auf 4:1 stellen können, doch der 'Raumdeuter' wollte es in der 52. Minute besonders machen – sein Heber landete allerdings auf dem Dach des Tores. Hoffenheim gab sich nicht auf. Ein Treffer von Hübner fand aber wegen eines Handspiels keine Anerkennung und Christoph Baumgartner verfehlte mit einem zu hoch angesetzten Heber a la Müller das Ziel knapp. Nach dem zweiten Kopfballtreffer von Lewandowski (80.) schien alles klar. Munas Dabbur (82./90. +2) machte es aber nochmal spannend, der deutsche Meister brachte das Ding am Ende gerade noch so über die Bühne.

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Tore im Elfmeterschießen: 1:0 Steven Zellner, 1:1 Philipp Hofmann, 2:1 Timm Golley, 2:2 Marco Djuricin, 3:2 Manuel Zeitz, Saarbrücken-Keeper Daniel Batz hält gegen David Pisot, 4:2 Nino Miotke, 4:3, Marvin Wanitzek, 5:3 Christopher Schorch

Dem 1.FC Saarbrücken ist die nächste große Überraschung im DFB-Pokal gelungen. Mit einem 5:3-Sieg im Elfmeterschießen über den Zweitligisten Karlsruher SC machte der große Außenseiter am Mittwochabend den ersten Einzug ins Viertelfinale seit 1985 perfekt. Dort ist Saarbrücken alleiniger Amateurvertreter im Kampf mit sieben Bundesligisten. 

Zum Pokalhelden avancierte Saarbrückens Torwart Daniel Batz, der beim Showdown vom Punkt den Elfer von Karlsruhes David Pisot parierte. Christopher Schorch verwandelte den entscheidenden Elfmeter.

Den 6800 Zuschauern im ausverkauften Hermann-Neuberger-Stadion in Völklingen wurde lange nur sehr wenig geboten. In einer sehr durchwachsenen Partie boten beide Teams keine Lösungen in der Offensive an. Karlsruhe kam nur nach zwei Standardsituationen zu gefährlichen Abschlüssen durch David Pisot (2. Minute) und Daniel Gordon (36.). Saarbrücken kam sogar erst in der 85. Minute durch Gillian Jurcher zur ersten Möglichkeit. Auch in der Verlängerung passierte nicht viel.

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