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Corona-Fälle bei Jahn Regensburg

Das gab es noch nie: DFB sagt Pokal-Viertelfinale ab

Mersad Selimbegovic, Trainer SSV Jahn Regensburg
Mersad Selimbegovic, Trainer SSV Jahn Regensburg
© imago images/Eibner, Wolfgang Frank/Eibner-Pressefoto via www.imago-images.de, www.imago-images.de

02. März 2021 - 16:14 Uhr

Mehrere Corona-Fälle bei Jahn Regensburg

Es ist offiziell: Wegen Corona-Fällen wird das DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen Jahn Regensburg und Werder Bremen abgesagt. Das teilte der DFB am Montagabend mit. Nach Trainer Mersad Selimbegovic sind bei den Oberpfälzern weitere positive Tests aufgetreten. Wie konnte sich das Virus ausbreiten?

Trainer bereits Freitag positiv getestet

Nach weiteren Corona-Fällen beim SSV Jahn Regensburg wird das DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Werder Bremen nicht wie geplant am Dienstagabend stattfinden. Beim Fußball-Zweitligisten seien über Cheftrainer Mersad Selimbegovic hinaus weitere Infektionen aufgetreten, berichtete Jahn-Geschäftsführer Christian Keller bei der Pressekonferenz am Montag. Dies hätten Tests am Sonntag ergeben. Er äußerte sich nicht dazu, um wie viele Personen und um wen genau es sich handelt. Das gesamte SSV-Betreuerteam und die Mannschaft müssten nun voraussichtlich in Quarantäne.

Wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte, hat die Spielleitung die für Dienstag (18.30 Uhr) angesetzte Partie abgesetzt. "Hintergrund sind die behördlich angeordneten Quarantänemaßnahmen für den Verein Jahn Regensburg. Über die Neuansetzung der Partie wird der DFB in Abstimmung mit beiden Vereinen schnellstmöglich entscheiden."

Die Regensburger rechnen auch damit, dass die nächsten beiden Ligapartien beim VfL Osnabrück am 7. März und zuhause gegen die SpVgg Greuther Fürth am 13. März nicht wie ursprünglich terminiert stattfinden können.

Selimbegovic mit britischer Mutation infiziert

Jahn-Geschäftsführer Christian Keller erzählte, dass sich Selimbegovic mit der als besonders ansteckend geltenden britischen Mutante infiziert habe. Die ohnehin schon strengen Schutzmaßnahmen seien dann wohl "nicht mehr stark genug" gewesen. "Wir waren auch nicht weniger vorsichtig und weniger achtsam, es ist alles so gelaufen wie immer. Wir können es uns deshalb auch nicht wirklich erklären."

Bereits am Freitag war Jahn-Trainer Selimbegovic positiv auf das Coronavirus getestet worden und verpasste daraufhin das Zweitligaspiel am selben Abend gegen Paderborn (1:0). Alle anderen Akteure in dieser Regeltestung seien damals negativ gewesen, das Spiel konnte gemäß Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga stattfinden.

Der 38-Jährige berichtete der "Mittelbayerischen Zeitung" kurz danach, dass er keine Symptome habe. Er konnte sich demnach auch nicht erklären, wo er sich infiziert haben könnte. Selimbegovic musste den Sieg in häuslicher Quarantäne verfolgen und wurde von seinem Assistenten Sebastian Dreier an der Seitenlinie vertreten.

Bundesligist reagiert mit Verständnis

Werder Bremen hat mit "absolutem Verständnis" auf die Absage. "Wir haben vom ersten Tag der Pandemie gesagt, dass wir uns an die Entscheidungen der Behörden halten", sagte Bremens Geschäftsführer Frank Baumann. "Jetzt geht es erst einmal darum, dass die Regensburger Spieler gesund werden und der Verein gut durch diese Situation kommt." Er lobte den "guten und professionellen Austausch" mit den Regensburger Verantwortlichen. "Wir sind noch nicht durch die Pandemie durch. Es war wieder ein Warnschuss für den Fußball, dass wir weiter sehr, sehr vorsichtig sein müssen."

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rtl.de/dpa

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