Vier Mal nominiert, nie gespielt

Hier spricht DFB-Pechvogel Niklas Stark

12. November 2019 - 18:12 Uhr

Die Nationalmannschafts-Geschichte von Niklas Stark ist so unglücklich, dass man dem Verteidiger am liebsten einen Drücker zur Aufmunterung verpassen würde. Vier Mal wurde er von Jogi Löw für die Elite-Auswahl des DFB berufen, nie aber kam er zum Einsatz. Satte acht Spiele verpasste der Pechvogel seit seiner ersten Berufung - so lange musste unter Jogi noch keiner warten.

Kuriose Verletzung verhindert Einsatz

Für das EM-Qualifikations-Spiel gegen Estland im Oktober fiel der Hertha-Verteidiger aus, nachdem er sich im Teamhotel kurz vor der Abreise an einem Tisch so schwer am Unterschenkel verletzt hatte, dass er genäht werden musste. Das Freundschaftspiel gegen Argentinien wenige Tage zuvor hatte er mit einem Magen-Darm-Infekt verpasst. "Mittlerweile kann ich darüber schmunzeln", sagt der 24-Jährige, der beim DFB zuvor sechs Mal nur auf der Bank gesessen hatte.

Stark bleibt ganz tapfer

Nun drohte er schon wieder auszufallen, aber Stark will es wissen. Obwohl er sich im Spiel gegen RB Leipzig einen Nasenbeinbruch zuzog und aussieht wie ein Rummel-Boxer nach einer wüsten Keilerei, reiste er zum Treffpunkt der Nationalmannschaft vor den EM-Qualifikationsspielen gegen Weißrussland und Nordirland (Beide live bei RTL und im Stream bei TV NOW) in Düsseldorf. "Wenn der Bundestrainer anruft und sagt, er will mich dabei haben, dann komme ich, wenn ich laufen kann, deswegen bin ich hier", sagt Stark ganz tapfer.