Rassismus im Stadion

Jetzt spricht der DFB-Integrationsbeauftragte Cacau

20. Februar 2020 - 16:02 Uhr

Rassismus im Stadion: drei Fragen an Cacau

Mehrere Rassismus-Skandale erschüttern den Fußball. Am vergangenen Wochenende beleidigten Fans von Drittligist Preußen Münster Würzburg-Spieler Leroy Kwadwo mit Affenlauten. Auch in Portugal gab es einen heftigen Zwischenfall. Zuvor hatten Gesänge gegen den dunkelhäutigen Hertha-Verteidiger Jordan Torunarigha das Pokal-Spiel auf Schalke überschattet. Im RTL-Interview (oben) spricht der DFB-Integrationsbeauftragte Cacau darüber, was die Fans dagegen unternehmen können und was sich generell ändern muss, um solche hässlichen Zwischenfälle zu verhindern.

Cacau: "Habe das Gefühl, dass Rassismus seit einiger Zeit zunimmt"

Der 38-jährige Ex-Nationalspieler habe selbst nie Rassismus erlebt. "Ich habe aber das Gefühl, dass er seit einiger Zeit zunimmt. Man muss aber auch festhalten, dass es nur wenige sind, die in unseren Stadien rassistisch auffallen. In Münster war es ein Zuschauer, der von den anderen, von der Mehrheit, ausfindig gemacht und angezeigt wurde", so Cacau.

Und genau das sollten sich alle in Erinnerung rufen: "Wir dürfen nicht zulassen, dass eine Minderheit unser Spiel und am Ende unsere Gesellschaft zerstört, weil sie ihrem Gedankengut freien Lauf lässt, sondern: Die Mehrheit muss dagegen arbeiten und dagegen wirken, damit wir weiterhin friedlich in Deutschland in unsere Fußballstadien gehen können."

Das sagt ein Fanforscher zum Thema Rassismus im Stadion.

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