DFB-Elf: Oliver Bierhoff vermeidet Prognose zu Jérôme Boatengs Rückkehr

Joachim Löw hat Jérôme Boateng für die letzten Länderspiele des Jahres "frei" gegeben
© dpa, Ina Fassbender, ina exa

13. November 2018 - 18:09 Uhr

Boateng könnte DFB-Umbruch zum Opfer fallen

Rückendeckung sieht anders aus. Nach Bundestrainer Joachim Löw hat auch Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff eine klare Aussage über die Zukunft von Jérôme Boateng im DFB-Team elegant vermieden.

Joachim Löw: Boateng soll in München stabil trainieren

"Man verlangt von uns häufig eine finale Aussage, aber die können wir in der Nationalmannschaft gar nicht geben", sagte Bierhoff bei einem Schulbesuch der Nationalelf in Leipzig: "Wir können von Länderspiel zu Länderspiel schauen. Wir wissen ja nicht, wie es im Juni oder Juli aussieht."

Löw hatte Boateng überraschend nicht für das Freundschaftsspiel am Donnerstag gegen Russland (ab 20.15 Uhr bei RTL und TV NOW) und die Nations-League-Partie gegen Holland am Montag nominiert. Der Bundestrainer hatte dies im RTL-Interview mit einer aus seiner Sicht notwendigen Pause für den Bayern-Star begründet. "Er hatte dieses Jahr viele Verletzungen. Ich habe ihm gesagt, es ist wichtig, am Jahresende stabil zu bleiben, gut zu trainieren, und das Jahr in München verletzungsfrei zu Ende zu spielen", sagte der 56-Jährige.

Löw und Bierhoff setzen auf junge Spieler

Löw ließ aber durchblicken, dass Boatengs Nichtnominierung auch Teil eines Umbruchs in der Nationalmannschaft sei: "Ich möchte einfach auch dem ein oder anderen jungen Spieler in der Abwehr eine Chance geben."

In die gleiche Kerbe schlug Bierhoff. "Klar ist: Wir wollen den jungen Spielern mehr Platz geben. Wir wissen aber auch, dass das ein Prozess ist", so der DFB-Manager.