Deutschlands Sportler des Jahres: So sehen Sieger aus!

20. Dezember 2016 - 8:13 Uhr

2016 stand sportlich ganz im Zeichen der Olympischen Spiele - und auch bei der Wahl zum Sportler des Jahres waren die Olympioniken natürlich vertreten. Doch zumindest die 'Sportlerin des Jahres' kam auch ohne Olympia-Gold zum Gewinn.

Kerber: "Das war ein Traumjahr für mich"

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Angelique Kerber kann auf ein glänzendes Jahr zurückblicken.
© imago/Pressefoto Baumann, imago sportfotodienst

Im Glitzerkleid strahlte Angelique Kerber im Scheinwerferlicht: Sportlerin des Jahres. Mit riesigem Vorsprung. Kerber gewann bei den Australian und US Open, holte Silber im Olympia-Finale von Rio und startet als Weltranglisten-Erste in die neue Saison. "Das war ein Traumjahr für mich", urteilte die 28-Jährige dementsprechend stolz.

Als erste Tennisspielerin seit Steffi Graf 1999 wurde sie die Nachfolgerin von Vorjahressiegerin Christina Schwanitz (Kugelstoßen). Mit 4.665 Punkten verwies sie Biathlon-Weltmeister Laura Dahlmeier (1.940) und Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel (1.845) deutlich auf die Plätze.

Ebenfalls deutlich fiel die Wahl zum 'Sportler des Jahres' aus. Fabian Hambüchen beendete bei Olympia mit seiner goldenen Reck-Übung seine internationale Karriere und wurde nun auch in Baden-Baden ausgezeichnet. Mit 3.695 Punkten gewann er ziemlich klar vor Ironman-Weltmeister und Vorjahressieger Jan Frodeno (2.410) und Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg (1.487), der allerdings erst den Titel holte, als schon abgestimmt werden konnte und vermutlich schon einige Journalisten ihre Stimme abgegeben hatten.

Premiere bei "Mannschaft des Jahres"

dpatopbilder - Kira Walkenhorst (R) and Laura Ludwig of Germany celebrate on the podium with their gold medals after winning the Women's Beach Volleyball Final at Beach Volleyball Arena Copacabana in Rio de Janeiro, Brazil, 18 August 2016. (zu dpa «O
Kira Walkenhorst und Laura Ludwig freuten sich riesig über den Olympia-Triumph.
© dpa, Sebastian Kahnert, hpl pil jhe

"Das Jahr hat so bescheiden begonnen", resümierte Hambüchen, "besser hätte es aber nicht kommen können." In der Bundesliga will der Olympiasieger zunächst weiter machen: "Ich probiere, das so lange weiter zu machen, so lange es geht." 2007 hatte er als "Turn-Floh" bei der EM und WM Gold am Reck geholt und war auch als Sportler des Jahres ausgezeichnet worden.

Bei der Ehrung zur 'Mannschaft des Jahres' gab es eine Premiere: Mit Laura Ludwig und Kira Walkenhorst gewannen erstmals Volleyballerinnen in dieser Kategorie. Zusammen gewannen sie so gut wie alles, was man in diesem Jahr im Beachvolleyball gewinnen konnte - unter anderem Olympia-Gold an der Copacabana und die Deutsche Meisterschaft.

Die 'Gold-Girls' (3.898 Punkte) ließen auch den Handballmännern (3.123), die bei der EM Gold holten, und den Fußballfrauen (2.272), die bei Olympia Gold holten, keine Chance. "Wir haben Bock, weiter hart zu arbeiten", kündigte Walkenhorst lächelnd an.