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Deutschlands First Lady Elke Büdenbender macht sich Sorgen um Greta Thunberg

Elke Büdenbender im Interview

Deutschlands First Lady macht sich Sorgen um Greta Thunberg

Elke Büdenbender ist die Ehefrau von Bundespräsident Steinmeier und damit Deutschlands First Lady.
Elke Büdenbender ist die Ehefrau von Bundespräsident Steinmeier und damit Deutschlands First Lady.
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"Übelste Beschimpfungen" gerade gegenüber Frauen

Deutschlands First Lady Elke Büdenbender ist besorgt über die Zunahme von Hass und Häme bei Debatten insbesondere im Internet. "Hemmungen gehen dort mehr und mehr verloren. Das habe ich früher nicht erlebt", sagte die Frau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Interview mit der dpa. Es gebe "übelste Beschimpfungen" gerade gegenüber Frauen, auch wenn sich diese politisch äußerten. Die First Lady bezeichnet Klimaaktivistin Greta Thunberg als eine "beeindruckende junge Frau", die ungeheuer viel bewege. Doch sie mache sich auch Sorgen darum, ob die Klimaaktivistin den Druck von außen noch weiter aushält.

"Greta Thunberg ist eine beeindruckende junge Frau"

 Greta Thunberg intervenes at the 50th climate strike for Fridays For Future Turin Marco Passaro/Fotogramma, turin - 2019-12-13 p.s. la foto e utilizzabile nel rispetto del contesto in cui e stata scattata, e senza intento diffamatorio del decoro del
Deutschlands First Lady Elke Büdenbender findet Klimaaktivistin Greta Thunberg beeindruckend.
www.imago-images.de, imago images/Independent Photo Agency Int., Marco Passaro via www.imago-images.de

Elke Bündenbender unterstützt es, dass junge Frauen sich für ihre Sache engagieren und dafür auf die Straße gehen. Dazu zählt auch Greta Thunberg. Sie ziehe ihr Programm konsequent durch. "Sie ist eine beeindruckende junge Frau. Sie bewegt ungeheuer viel, weil sie als Symbolfigur vorne steht. Als Mutter weiß ich aber auch, wie verletzlich Mädchen in diesem Alter sind", erzählt sie im dpa-Interview. Die Klimaaktivistin wird vor allem im Internet extrem angegriffen.

Die First Lady wäre selber früher bei Fridays for Future mitgelaufen. Wenn ihre eigene Tochter auch zu den Freitagsdemos hätte gehen wollen, würde Büdenbender sie unterstützen.

"Verbale Gewalt kann der erste Schritt zu echter Gewalt sein"

Elke Büdenbender findet, dass jeder in Deutschland alles sagen kann, was das Strafgesetzbuch nicht unter Strafe stellt. Es sei nicht zu fassen, wie im Internet Hass und Häme über andere ausgegossen werde. Hemmungen würden dort verloren gehen. "Und es gibt übelste Beschimpfungen, gerade Frauen gegenüber, auch Frauen, die sich politisch äußern. Sie sind teilweise einer sprachlich sexualisierten Gewalt ausgesetzt, die jede Grenze überschreitet." Das sieht die First Lady kritisch. Denn es mache Frauen stumm. "Und verbale Gewalt kann der erste Schritt zu echter Gewalt sein", sagt Büdenbender im dpa-Interview.

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Klimawandel-Debatte veränderte auch ihr persönliches Verhalten

Die First Lady habe sich schon immer bemüht, sich umweltbewusst zu verhalten. Sie trenne zum Beispiel den Müll. "Und ich bin nochmal aufmerksamer geworden. Ich versuche, wo es geht, Plastik zu vermeiden. Als mein Mann und ich Anfang des Jahres auf den Galapagos-Inseln waren, haben wir gesehen, dass dort unser Plastikmüll angespült wird." Das habe die 57-Jährige mehr schockiert und beeinflusst als die Fridays-for-Future-Bewegung.​