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Deutschland will Werkbundsiedlungen auszeichnen lassen

Blick auf ein Haus von Le Corbusier
Blick auf ein Haus des Architekten Le Corbusier in der Weissenhofsiedlung in Stuttgart. Foto: Franziska Kraufmann/Archiv © deutsche presse agentur

Werkbundsiedlungen der Jahre 1927 bis 1932 in Deutschland, Österreich, Polen und der Tschechischen Republik sollen das Europäische Kulturerbe-Siegel erhalten. Das ist das Ziel der Bundesländer, wie die Kultusministerkonferenz (KMK) am Freitag in Berlin mitteilte. Deutschland werde in einem nun anstehenden Bewerbungsdurchgang einen entsprechenden Antrag bei der Europäischen Kommission einreichen.

Ein Expertengremium der KMK hatte den von der Stadt Stuttgart vorgelegten länderübergreifenden Antrag zur Vorlage in Brüssel empfohlen. Die Werkbundsiedlungen stehen für damals entwickelte neue Wohnkonzepte und sind Ausdruck einer hellen, reformorientierten Moderne.

Zwischen 1927 und 1932 entstanden sechs Werkbundsiedlungen in Stuttgart, Brno (Brünn), Wrocław (Breslau), Zürich, Wien und Prag. Als Initialzündung gilt der Bau der Stuttgarter Weissenhofsiedlung im Rahmen einer Bauausstellung des Deutschen Werkbundes, wo unter anderem der Architekt Le Corbusier baute.

Das Europäische Kulturerbe-Siegel ist 2011 eingerichtet worden. Europaweit sind mittlerweile 38 Stätten ausgezeichnet worden, darunter in Deutschland das Hambacher Schloss und die Rathäuser von Münster und Osnabrück als "Stätten des Westfälischen Friedens".


Quelle: DPA

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