Die meisten nach Italien

Deutschland schiebt so viele Flüchtlinge innerhalb der EU ab wie noch nie

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21. Januar 2019 - 11:54 Uhr

Quote stark angestiegen

Neuer Rekord: Aus Deutschland sind im vergangenen Jahr so viele Flüchtlinge in andere EU-Staaten überstellt worden wie nie zuvor. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Von Januar bis Ende November 2018 seien es 8.658 ausreisepflichtige Asylsuchende gewesen. Dies seien bereits deutlich mehr als im Gesamtjahr 2017 gewesen (7.102). Damit ist die Quote der Abschiebungen stark angestiegen, von zuvor 15,1 auf nunmehr 24,5 Prozent.

51.558 Anfragen an EU-Partner

ARCHIV - Ein Flugzeug fliegt 26.10.2015 am Flughafen in Hannover hinter Stacheldraht (Symbolbild zum Thema Abschiebung). (zu dpa "Zahl der Abschiebungen konstant - weniger freiwillige Ausreisen" vom 07.07.2017) Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++(c)
Abschiebung
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Das gehe aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke hervor, so die SZ weiter.

Im vergangenen Jahr sei es in jedem dritten Asylverfahren des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) um einen sogenannten Dublin-Fall gegangen - also darum, ob ein anderer EU-Staat für das Asylgesuch eines Antragstellers zuständig ist. Nach der Dublin-III-Verordnung der EU soll in der Regel der Mitgliedstaat, in dem ein Flüchtling nach seiner Ankunft in Europa zuerst registriert wurde, sich um diesen und dessen Asylantrag kümmern.

Der Zeitung zufolge hat das Bamf in den ersten elf Monaten des Jahres 2018 insgesamt 51.558 Mal andere EU-Staaten um Übernahme von nach Deutschland geflohenen Menschen ersucht, in 35.375 Fällen hätten die angefragten Staaten zugestimmt. Hauptzielland der innereuropäischen Abschiebungen sei Italien gewesen, wohin fast jeder dritte Flüchtling gebracht worden sei. Nach Griechenland wurden nur 5 Flüchtlinge zurückgebracht, nach Ungarn gar keine.