Absage an US-Bitte

Deutschland schickt keine Bodentruppen nach Syrien

Deutsche Soldaten üben in der Wüste
Deutsche Soldaten üben in der Wüste
© dpa, Maurizio Gambarini, lof

08. Juli 2019 - 15:15 Uhr

Deutschland bleibt bei bisherigem Beitrag

Die Bundesregierung hat die US-Bitte um deutsche Bodentruppen für den Einsatz gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien abgelehnt. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, dass die Regierung nur die bisherigen militärischen Beiträge zur Anti-IS-Koalition - "Tornado"-Aufklärungsjets, ein Tankflugzeug und Ausbilder im Irak - fortführen wolle. Dazu zählten "bekanntlich keine Bodentruppen".

"Wir wollen von Deutschland Bodentruppen, um unsere Soldaten teilweise zu ersetzen"

Der US-Sonderbeauftragte für Syrien und die Anti-IS-Koalition, James Jeffrey, hatte die Bundesregierung am Freitag bei einem Besuch in Berlin um zusätzliche Unterstützung für den Kampf gegen den IS gebeten.

"Wir wollen von Deutschland Bodentruppen, um unsere Soldaten teilweise zu ersetzen", sagte er laut der "Welt am Sonntag". Es gehe ihm um die Unterstützung der von Kurden angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) im Nordosten des Landes mit Ausbildern, Logistikern und technischen Hilfskräften der Bundeswehr. Noch im Juli erwarte er eine Antwort der Bundesregierung.

Die hat er jetzt erhalten.