Zum Welttuberkulosetag

In Deutschland erkranken rund 5500 Menschen jährlich an Tuberkulose

2018 sind deutschlandweit knapp 5500 Menschen an Tuberkulose erkrankt. Länger bestehender Husten ist ein Symptom für die Krankheit.
2018 sind deutschlandweit knapp 5500 Menschen an Tuberkulose erkrankt. Länger bestehender Husten ist ein Symptom für die Krankheit.
© iStockphoto, Lifestock

24. März 2019 - 11:25 Uhr

Tuberkulose ist immer noch eine ernst zunehmende Bedrohung

Die Infektionskrankheit Tuberkulose ist immer noch nicht ausgerottet. In vielen Teilen Afrikas und Asiens ist TBC (auch als Schwindsucht bekannt) immer noch eine reale Bedrohung. An keiner anderen Infektion sterben mehr Menschen, erklärte die Weltgesundheitsorganisation WHO. Damit ist Tuberkulose sogar gefährlicher als Aids. 2018 sind knapp 5500 Menschen in Deutschland an TBC erkrankt.

Sinkende Zahlen in Deutschland

Die Röntgenaufnahme eines erkrankten Patienten.
Die Röntgenaufnahme eines erkrankten TBC-Patienten.
© deutsche presse agentur

In Bayern haben sich vergangenes Jahr 831 Menschen angesteckt, wie das Landesamt für Gesundheit bekanntgab. Zum Welttuberkulosetag (24.03.) können die Behörden nur leicht positive Nachrichten vermelden. Mit der Migrantenzahl war die Anzahl der Tuberkulose-Fälle 2015 relativ stark angestiegen. Seitdem sinkt sie, liegt aber noch über dem Niveau früherer Jahre.

Symptome: Husten, Nachtschweiß, Fieber und Gewichtsabnahme

Insgesamt gibt es in Deutschland laut Robert Koch-Institut (RKI) jährlich etwa 5500 Fälle, 100 enden tödlich. Infektionen würden häufig zu spät diagnostiziert. "Bei Symptomen wie länger bestehendem Husten, Nachtschweiß, Fieber und Gewichtsabnahme sollte immer auch an Tuberkulose gedacht werden", heißt es vom RKI.

Die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe mit Sitz in Würzburg weist darauf hin, dass eine Infektion nicht direkt gefährlich sei. Die Krankheit breche vor allem bei geschwächtem Immunsystem aus. Zudem seien nicht alle Arten ansteckend.

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Bakterium 1882 erstmals entdeckt

Tuberkulose ist eine der ältesten Krankheiten der Welt. Sie kann unter anderem von Mensch zu Mensch über die Luft übertragen werden, etwa durch Husten. In Deutschland sind besonders Migranten betroffen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich vorgenommen, Tuberkulose bis 2030 stark zu reduzieren und bis 2050 quasi zu beseitigen. Doch die meisten Länder tun sich damit laut WHO schwer. Der Gedenktag wird jedes Jahr am 24. März begangen, da das Bakterium am 24. März 1882 entdeckt worden war.


Quelle: DPA

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