Deutschland protestiert gegen Festnahme in Simbabwe

12. Februar 2016 - 7:20 Uhr

In Simbabwe hat die Festnahme und Abschiebung einer deutschen Mitarbeiterin der Hilfsorganisation 'Brot für die Welt' für diplomatische Verstimmungen mit Berlin gesorgt. Der deutsche Botschafter Albrecht Conze protestierte offiziell beim Außenministerium in Harare. Die Festnahme sei "nach internationalem Recht nicht akzeptabel", sagte Conze der Nachrichtenagentur dpa in Harare.

Die Behörden in Simbabwe hätten ihm nach der Festnahme einen Kontakt zu der Frau sowie jegliche Informationen zu dem Fall verweigert. Sie sei von Beamten der Einwanderungsbehörde und des Geheimdienstes regelrecht "entführt worden", sagte der Botschafter. Die Organisation 'Rechtsanwälte für Menschenrechte' in Simbabwe bezeichnete die Festnahme gleichfalls als "sehr Besorgnis erregend". Die Deutsche, die in Simbabwe eingereist war, habe an einem Treffen der Organisation 'Verteidiger der Menschenrechte' teilnehmen wollen. Sie sei nach Informationen der Juristen-Organisation zu einem Flugzeug der äthiopischen Luftlinie gebracht und nach Addis Abeba abgeschoben worden.